Nachgefragt: Wie ein Tool zur Ideenfindung und gelebten Partizipation in der BWI beiträgt

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Redaktion BWI

Unternehmen, Innovation

Simon Falkenstein, Auszubildender bei der BWI zum Fachberater für integrierte Systeme im dritten Lehrjahr, hat nachgefragt: bei Dr. Jan-David Blaese, Leiter Transformation im Bereich Strategy & CEO Management.
 

Simon Falkenstein: Jan-David, ich habe mich etwas über innoXplore informiert und mich dabei gefragt, warum die dadurch angestrebte Teilhabe der Mitarbeiter*innen so wichtig ist. Wie ist deine Einschätzung dazu?

Jan-David Blaese: Da sprichst du echt ein spannendes Thema an, Simon! Meine Wahrnehmung ist, dass die Arbeit in den meisten Unternehmen – auch bei uns in der BWI – in den letzten Jahren kopflastiger geworden ist. Hier setzt unser Ideenmanagement an, denn im Prinzip ist es doch so: Wo viele Köpfe mitdenken, wächst die Wahrscheinlichkeit, dass am Ende etwas Gutes, bestenfalls sogar Innovatives, herauskommt. Das wollen wir fördern und setzen mit Hilfe unseres Ideenmanagements auf praktikable Lösungen, die möglicherweise bereits jemand von uns im Kopf hat.

Zusätzlich finde ich es einmal mehr wichtig zu betonen, dass die BWI von der Expertise ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lebt. Wir alle steuern zum Gesamtergebnis tagtäglich – so unterschiedlich unsere Aufgaben auch sind – viel eigenes Fachwissens sowie unsere ganz individuellen Arbeitsansätze und Lösungen bei. Dadurch verfügen wir über einen großartigen Pool an Know-how, den man Neudeutsch ja auch nicht ohne Grund als „Schwarmwissen“ bezeichnet. Um den Inhalt dieses „Pools“ effizient nutzen zu können, fordern wir mit dem Ideenmanagement alle und jeden in der BWI zum proaktivem und vor allem zielgerichteten (Mit-)Denken auf – übrigens nicht nur, wenn es um Leistungen für unsere Kunden geht, sondern auch in der Gestaltung von Abläufen innerhalb unserer eigenen Organisation.
 

Welchen Stellenwert hat Partizipation bei der BWI aus heutiger Sicht?

Sie ist bereits wichtiger Bestandteil unseres Miteinanders innerhalb der BWI. Alle Kolleg*innen sind mit ihrem Input ganz wesentliche Treiber für die Entwicklung unseres Unternehmens, weil sie über ihre eigenen Aufgaben hinaus täglich daran mitarbeiten, die Organisation zu verbessern und die Gesamtleistung zu steigern. Das unterstützen wir – das Transformation-Team – und wissen heute schon, dass wir die Partizipation noch weiter optimieren müssen. Wir stellen uns darauf ein, dass wir künftig noch mehr Ideen aus dem Kreis der Kolleg*innen benötigen und auch erhalten. Um diesen Fluss stetig zu erhalten, müssen wir weiterhin Anreize schaffen, die Belegschaft stets gut über Tools und Kanäle wie das Ideenmanagement informieren und – ja, auch kräftig PR in eigener Sache machen.
 

Wie beurteilst du die Möglichkeit, dass Mitarbeiter*innen mit ihren Ideen am Unternehmensgeschehen der BWI partizipieren können?

Entscheidend ist, dass sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen identifizieren und für das Unternehmen einstehen. Diesen Zusammenhalt stärken wir, indem wir die eingereichten Ideen bewerten und auch fördern, dass sie, „weitergedreht“ werden, so dass die Ideengeber auch ihren Erfolgsmoment erleben. Wir sind uns bewusst, dass wir die Transformation, die wir als Gesamtunternehmen vollziehen, nur mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schaffen können. Aus diesem Grund wollen wir sie mitnehmen und in möglichst viele Entscheidungen einbeziehen. Dafür müssen wir Anreize schaffen.
 

Um auf die Ideeneinreichung über innoXplore zurückzukommen: Wer kann den Prozess nutzen und wie?

Ganz klare Antwort: Alle! Das Ad-hoc-Ideenmanagement kann und soll ausdrücklich von allen Kolleginnen und Kollegen in der BWI genutzt werden, die Ideen haben: vom Auszubildenden bis zum Geschäftsführungsmitglied. Diese kollektive Ideenfindung bedeutet übrigens nicht immer, dass etwas wirklich neu „erfunden“ werden muss. In den meisten Fällen geht es um eine sorgsame und bedachte Weiterentwicklung oder Verbesserung bereits bestehender Lösungen oder Prozesse.

Jede Idee kann digital über ein elektronisch verfügbares Template zentral eingereicht werden. Während der Bewertung begutachten verschiedene Prüfer den eingereichten Vorschlag, bevor sie ihn – bei positivem Ergebnis – in die jeweiligen Fachbereiche mit der Empfehlung zur Umsetzung weiterleiten. Ich kann es nicht oft genug sagen und betone auch hier, weil es mir wirklich wichtig ist: Jede eingereichte Idee wird sorgsam begutachtet und bewertet. Das Team vom Ideenmanagement freut sich ehrlich über alle Ideen und ist sich der Verpflichtung bewusst, sorgsam mit allen Verbesserungsvorschlägen umzugehen, die unsere Kolleginnen und Kollegen uns mit auf den Weg geben. Deshalb erhält auch jede eingereichte Idee eine Rückmeldung und die Einreichenden sind von der Bewertungsphase an in den Ideenmanagement-Prozess eingebunden Dadurch können und sollen sie – wo immer möglich – die Umsetzung ihrer Idee möglichst nahe begleiten.
 

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