© Bundeswehr/ M. Dorow / BWI GmbH (m.)
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Die private Cloud der Bundeswehr

Cloud-Computing ist für die Bundeswehr eine der wichtigsten Technologien der Digitalisierung. Über eine Cloud können IT-Anwendungen, -Plattformen und -Infrastrukturen als skalierbare Services schneller, flexibler und effizienter bereitgestellt werden – bei gleichzeitig weniger Komplexität für Nutzer. Und sie ist Enabler für andere Technologien, wie künstliche Intelligenz oder das Internet of Things.

Deshalb stellen wir für die Bundeswehr eine eigene, durchgängige Cloud-Infrastruktur zur Verfügung, über die wir in Zukunft unsere IT-Services bereitstellen – durchgängig vom Inland bis in den Einsatz. Die „private Cloud der Bundeswehr“ (pCloudBw) ist für die deutschen Streitkräfte entwickelt und auf ihre Anforderungen zugeschnitten: autarkiefähig, hochverfügbar, skalierbar, sicher, modular und interoperabel.

Multicloud: Weniger Abhängigkeit, mehr Möglichkeiten

Um Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern zu verringern, die Interoperabilität zu strategischen Partnern wie der NATO sicherzustellen, Applikationen möglichst flexibel in der pCloudBw verteilen zu können und je nach Anwendungsfall die sicherste und wirtschaftlichste Lösung einzusetzen, verfolgen Bundeswehr und BWI einen Multicloud-Ansatz. So tragen wir auch zur digitalen Souveränität der deutschen Streitkräfte bei.

3D Modelierung von den Einsatzszenarien der pCloudBw in den Bereichen Inland, Einsatz und Übung, Ausland und Partnerland © BWI GmbH

Von Marktprodukten bis Open Source Software

In der pCloudBw kommen unterschiedliche Technologien zum Einsatz, die auf Produkten der Hersteller VMware und Google sowie auf Open Source Software aufbauen. Diese Technologie-Stacks stellen die drei Säulen der pCloudBw dar. Anfang 2025 ist der erste auf VMware basierende Anteil der pCloudBw in Betrieb gegangen.

Im gleichen Jahr haben wir zusammen mit Google begonnen, den zweiten Stack der pCloudBw aufzubauen. Und wir haben zusammen mit Industriepartnern und Open-Source-Projekten aus Deutschland und Europa mit dem Aufbau der Open Defense Cloud begonnen. Um Entwicklungspartnerschaften auszubauen, sind wir 2026 der NeoNephos Foundation beigetreten.

Vom Grundbetrieb bis in den Einsatz

Wir werden die Multicloud-Plattform der Bundeswehr in den nächsten Jahren weiterentwickeln, sodass sie künftig auch geheim eingestufte Daten verarbeiten kann. Außerdem sollen unsere Soldatinnen und Soldaten nicht nur im Inland, sondern auch in Einsätzen mit Cloud-Technologie arbeiten können.

Denn Cloud-Computing gehört neben künstlicher Intelligenz zu den Kerntechnologien der modernen Operationsführung. Eine Cloud kann als IT-Plattform auf dem Gefechtsfeld nicht nur die nötige Speicher- und Rechenkapazität liefern, sie bietet auch Agilität und Resilienz, da cloudbasierte Systeme schneller bereit und wiederhergestellt werden können.

So tragen wir dazu bei, das IT-System der Bundeswehr leistungsfähiger, sicherer und robuster zu machen. Mehr darüber erfahrt ihr in unserem Film.