CEO Dr. Bernhard Günther spricht auf den BWI Industry DaysRekordvergaben, Partnerschaften und die Digitalisierung der Bundeswehr
Die BWI Industry Days 2026

Rekordvergaben, Partnerschaften und die Digitalisierung der Bundeswehr

2 min
9. September 2026

Schneller, effizienter, resilienter – angesichts multipler Herausforderungen für die Bundeswehr steigen auch die Anforderungen an die BWI als ihr primärer Digitalisierungspartner. Gemeinsam mit der Industrie gilt es, technologische Innovationen und die digitale Transformation der Bundeswehr unter hohem Zeit- und Handlungsdruck voranzutreiben. Eine Vergabesumme über zehn Milliarden Euro und ein noch engerer Schulterschluss mit dem Partner-Ökosystem waren Kern der diesjährigen BWI Industry Days.

Unter dem Motto „Digitalisierungsoffensive für die Bundeswehr: Gemeinsam schneller, effizienter, resilienter“ kamen auf den BWI Industry Days am 1. und 2. September im KOSMOS Berlin erneut Expertinnen und Experten der Bundeswehr, Politik, Forschung, Industrie und BWI zusammen, um sich über aktuelle und kommende Herausforderungen, technologische Handlungsfelder und zentrale Digitalisierungsvorhaben auszutauschen.

Dabei konnte die gemeinsame Veranstaltung der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik (DWT) und der BWI erneut einen Rekord verbuchen: ausverkauft mit 900 Teilnehmenden, davon alleine rund 650 aus Wirtschaft und Industrie und mehr als 50 Soldatinnen und Soldaten. 20 Marktstände und 60 Vorträge machten den Teilnehmenden das Ziel der Veranstaltung deutlich: den Schulterschluss zwischen BWI, Bundeswehr und Industrie noch mehr zu vertiefen, um die kommenden Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen. „Automatisierung, Digitalisierung, Operating Model, mehr KI – wir müssen uns anpassen, als BWI, aber auch im Wirkverbund“, so CEO Dr. Bernhard Günther in seiner Keynote. „Und dafür brauchen wir Sie. Partner, die verlässlich, flexibel, verantwortungsvoll und ergebnisorientiert handeln.“ Und genau darum geht es bei den BWI Industry Days: um ein leistungsfähiges Partner-Ökosystem.

Dialog zwischen Wirtschaft, Bundeswehr und BWI

In Vorträgen, Diskussionsrunden, Break-Out-Sessions und an den Marktständen ging es um die Herausforderungen eines dynamischen und sicherheitspolitisch herausfordernden Umfelds, in dem sich Sicherheit nicht mehr nur an physischen Grenzen, sondern innerhalb von Millisekunden auch im Cyber- und Informationsraum entscheidet. Vertreter des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) betonten die Wichtigkeit der Digitalisierung für die Informations-, Führungs- und schließlich Wirkungsüberlegenheit auf dem Gefechtsfeld und bezeichneten datenzentrierte Technologien als das Rückgrat militärischer Kriegsführung. Die BWI und ihre Partner seien für die Erlangung dieser Fähigkeiten unerlässlich. 

Für die Realisierung möchte die BWI nicht nur mehr auf Effizienzsteigerung und Automation setzen, sondern auch noch stärker in Leistungen von Industriepartnern investieren und diesen mehr finanzielle Anreize für Innovationen bieten. Dafür stellt die BWI in den kommenden fünf Jahren eine Vergabesumme von mehr als zehn Milliarden Euro zur Verfügung. 

Zeit als Schlüsselelement

Während früher wenig Geld und viel Zeit vorhanden war, ist es heute umgekehrt. „Daher brauchen wir ein neues Mindset: Geschwindigkeit vor Perfektion. Keine Problemlösung auf Vorrat, lieber mit einem ersten Release produktiv gehen in dem Wissen, dass die Entwicklung noch weitergeht und wir aus ihr lernen können“, so BWI-CDO Dr. Christian Marwitz mit einem gleichzeitigen Appell an potentielle Partner: „Wir erwarten Verlässlichkeit, Interoperabilität, Bereitschaft zu liefern und sich täglich dafür einzusetzen.“

Der Dialog mit mit der Industrie ist wichtiger denn je. Die Plattform dafür boten vor allem zahlreiche Marktstände und Breakout Sessions: von Robotik, 5G+, Quantum, Future Computing und Software Defined Defence (SDD) über Lieferkettensicherheit, digitale Souveränität, Blackout-Resilienz, Plattformdenken bis hin zu KI. Der bewusste Fokus auf noch mehr Interaktion gab dabei ein greifbares Verständnis für aktuelle Bedarfe der Bundeswehr und dafür, wie die Industrie ihre Fähigkeiten und Technologien einbringen kann, um den Streitkräften Technologien genau dort zur Seite zu stellen, wo sie benötigt werden.

Technologie muss beim Nutzer ankommen

Die Bundeswehr steht vor großen Aufgaben. An ihrer Seite steht die BWI, die ihre Leistungen nur im engen Zusammenwirken mit der Industrie erbringen kann und wird. Erstmals hat sie an zwei von ihnen als Highlight der Industry Days den Lieferanten-Award verliehen: In der Kategorie „Innovationstreiber“ ging die Auszeichnung an die genua GmbH, für die „kooperative Zusammenarbeit“ an die HP Deutschland GmbH. Und bei allen Herausforderungen, steht bereits einiges auf der Haben-Seite, denn die BWI hat gemeinsam mit ihrem Partner-Ökosystem in den letzten Jahren bereits eines der modernsten IT-Systeme aufgestellt, die es gibt. Seit Jahren hat Deutschland innovative Technologien vorzuweisen, die nur richtig genutzt werden müssen.

Die Industry Days haben einmal mehr die Basis für die so unerlässliche Zusammenarbeit geschaffen, das gemeinsame Ziel ist klarer denn je. Jetzt gilt es, die PS gemeinsam auf die Straße zu bringen. „Ich wünsche mir, dass wir 2030 sagen können „mission acomplished“. Dass wir einen Arbeitsmodus erreichen, in dem wir agiler, flexibler und ergebnisorientiert arbeiten können“, so Bernhard Günther abschließend. „Wir haben keine Zeit zu verlieren, und wer zur Sicherheit seines Landes etwas beitragen kann, der sollte es tun.“

Mehr Informationen zum Partner-Ökosystem, den aktuellen TOP-Vergaben und der Zusammenarbeit mit der BWI gibt es hier.

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