Studie: IT in der Liegenschaft der Zukunft

© BWI GmbH

Bundeswehr, Innovation

Im Schwerpunkt betrachtet die nichttechnische Kurzstudie, mit der das BAAINBw die BWI beauftragt hatte, die Ausgestaltung der (IT-)Infrastruktur von Liegenschaften der Bundeswehr in den kommenden zehn Jahren. Dabei befasst sich das rund hundertseitige Papier auch mit politischen, gesellschaftlichen und technologischen Treibern, zu den insbesondere Anforderungen aus Einsatzverpflichtungen der Bundeswehr sowie die Digitalisierung der Prozesslandschaft von Streitkräften und Verwaltung gehören. Ziel der Studie ist es, frühzeitig notwendige Veränderungen insbesondere an der Infrastruktur planen und realisieren zu können.

Stärkere Kopplung von IT und Infrastruktur

Am 5. Februar haben Vertreter des BAAINBw die großflächige Infografik am BWI-Standort Bonn-Auermühle übergeben. Sie visualisiert die einzelnen Maßnahmen, die in der Studie vorgeschlagen werden, zu einem Gesamtbild einer volldigitalisierten Liegenschaft. „Dazu gehören etwa integrierte Arbeitsplatz-Management-Systeme, die Büro-IT und Gebäudeautomation koppeln und so Synergien schaffen“, sagt Tobias Orthey, Portfolio Planning & Strategy BWI, der die Studie erstellt hat. So ließen sich Prozesse in Liegenschaften, wie zum Beispiel das Besuchermanagement, digital „Ende-zu-Ende“ steuern, also vom Eintreffen einer Person, über deren Identifizierung und Zutritt, bis zum Verlassen des Geländes.

 

Ein gemeinsames „Big Picture“

Klaus Peter Romes, Anforderungs- und Portfoliomanagement „Sonderorganisation HERKULES“ im BAAINBw, warb bei der Übergabe für die Entwicklung eines gemeinsamen „Big Picture“ und dessen schrittweiser Umsetzung durch die BWI. „Die Entwicklung und Erbringung von IT-Services aus der Basis Inland heraus für unsere Einsätze erfordern ganzheitliche Konzepte für Liegenschaften der Bundeswehr – vor allem in Bezug auf Bewachung, Vernetzung und Energieversorgung.“

Aus den Ergebnissen der Studie wird die BWI nun Handlungsempfehlungen ableiten, die zum Beispiel IT-unterstützte Wohn-, Arbeits- und Ausbildungskonzepte, ein liegenschaftsbezogenes Energiemanagement, die flächendeckende Vernetzung von Gebäuden und Anlagen oder Kommunikationstechnologien betreffen.

 

Treiber der Entwicklung 

Die Anforderungen an die Bundeswehr sind vielfältig und erfordern ein entsprechend großes Leistungsspektrum der Prozesse und Infrastrukturen, die sie dabei unterstützen. Im Zentrum stehen Handlungs- und Leistungsvermögen der deutschen Streitkräfte. Zu den Treibern gehört laut Studie aber auch der steigende Personalbedarf der Bundeswehr und infolge dessen ein attraktives Arbeitsumfeld, zu dem unter anderem moderne Arbeitsplatz- und Wohnräume gehören. Zu den technologischen Einflussfaktoren zählen insbesondere auch die zunehmende Digitalisierung von Prozessen und der Wandel zu Cloud-basierten IT-Services, die neue Anforderungen an IT und Infrastruktur in Liegenschaften stellen.

Das könnte Sie auch interessieren: