Kommunikation in COVID-19-Zeiten: Bundeswehr setzt Instant Messaging ein

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Bundeswehr

Seit Dezember letzten Jahres erprobt die BWI im Auftrag der Bundeswehr eine Messenger-Anwendung auf Basis der Open-Source-Lösung „Matrix“. Sie ermöglicht es, auf dienstlichen Smartphones und Tablets offen eingestufte Informationen zu übertragen. Künftig wird die Chat-Applikation auch für die Übermittlung von Informationen der Schutzklasse „Verschlusssache – Nur für den Dienstgebrauch“ (VS-NfD) zum Einsatz kommen. In einer weiteren Ausbaustufe können ab Herbst dieses Jahres auch private Endgeräte für die offene Kommunikation via Matrix genutzt werden.

Im April haben Bundeswehr und BWI den Betrieb für derzeit bis zu 30.000 dienstliche Mobilfunkgeräte ausgebaut. Ziel ist es, dem zivilen und militärischen Personal in der Corona-Pandemie eine schnelle, direkte, einfache und trotzdem sichere Kommunikationsmöglichkeit bereitzustellen. Die Lösung wird auf eigener Infrastruktur betrieben und verfügt über moderne Verschlüsselungsalgorithmen.

Um kurzfristig auch über private Endgeräte eine sichere Möglichkeit für offen eingestufte dienstliche Nachrichten zu schaffen, haben die deutschen Streitkräfte den Pilotbetrieb für den proprietären Messenger stashcat für die Dauer der mit COVID-19 einhergehenden Einschränkungen auf bis zu 50.000 mögliche Nutzer erweitert. Seit November 2018 hatte der Cyber Innovation Hub der Bundeswehr in Zusammenarbeit mit dem Organisationsbereich Cyber- und Informationsraum die Chat-Lösung erprobt. Im Zuge des weiteren Ausbaus wird Matrix stashcat als bundeswehreinheitliche Instant-Messaging-Plattform ablösen.
 

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