Vizeadmiral Dr. Thomas Daum, Inspekteur Cyber- und Informationsraum der Bundeswehr und CEO Bernhard Günther © BWI GmbH
Parlamentarischer Abend der BWI in Berlin

BWI der Zukunft: Digitale Wirkung für die Streitkräfte von morgen

2 min
29. Juni 2026

Zum ersten Mal präsentierte sich die BWI am 11. Juni dem „politischen Berlin“ in Form eines parlamentarischen Abends unter dem Motto „BWI der Zukunft: Digitale Wirkung für die Streitkräfte von morgen“.

Die steigenden Anforderungen der Bundeswehr verlangen nach einer konsequenten Weiterentwicklung der BWI, um Leistungen für den Kunden künftig noch schneller und wirksamer erbringen zu können. Gleichzeitig gewinnt dabei die enge Verzahnung mit den Partnern im Wirkverbund weiter an Bedeutung. Der Parlamentarische Abend bot erstmals eine Plattform, um strategische Zielsetzungen der BWI mit politischen Entscheidungsträgern unmittelbar zu erörtern und Rückmeldungen aus dem parlamentarischen Raum aufzunehmen.

Der CDU-Abgeordnete Thomas Röwekamp MdB eröffnete die Veranstaltung mit einem Grußwort. Nach jahrelanger Vernachlässigung habe die Bundeswehr enormen materiellen Nachholbedarf, konstartierte der Vorsitzende des Bundestags-Verteidigungsausschusses. Das Sondervermögen und der nunmehr stark anwachsende Verteidigungsetat fülle diese Lücke nach und nach. Aber auch die aktuellen Erfahrungen der Ukraine gelte es bei dem eigenen deutschen Fähigkeitsausbau zu berücksichtigen. Der BWI als digitalem Rückgrat der Bundeswehr komme dabei eine besondere Bedeutung zu.

Vizeadmiral Dr. Thomas Daum, Inspekteur Cyber- und Informationsraum der Bundeswehr,  nahm den Ball in seinem anschließenden Impulsbeitrag auf und betonte, dass Digitalisierung für moderne Streitkräfte längst kein Unterstützungsfaktor mehr darstelle. Sie sei in Anbetracht des Krieges in der Ukraine heute schon essenziell und als integraler Bestandteil der militärischen Wirkung zu verstehen. Informationsüberlegenheit, Geschwindigkeit und Vernetzung sowie die Befähigung zu Multi-Domain-Operations entschieden längst über den Erfolg militärischer Operationen. Ohne stabile und resiliente IT würden moderne Streitkräfte blind, taub und damit handlungsunfähig. Die Erwartungen an die BWI als dem IT-Systemhaus der Bundeswehr seien dementsprechend hoch.

CEO Bernhard Günther kündigte in seiner Keynote an, dass sich die BWI wandeln werde, um den steigenden Ansprüchen der Bundeswehr entsprechen zu können. Ebenso müsse die Zusammenarbeit der Partner im Wirkverbund aus BMVg, Bundeswehr, BAAINBw und BWI optimiert werden. Umständliche Verfahren und kleinteilige Beauftragungen hinderten die BWI heute daran, die tatsächlichen Potenziale einer Inhousegesellschaft auszuspielen. Denn für eine leistungsfähige und zukunftsorientierte Bundeswehr müsse die BWI ihre Stärken noch besser entfalten können. Hierfür seien größere Handlungsspielräume erforderlich. Als konkrete Ansatzpunkte nannte Dr. Günther eine Mehrjährigkeit im Projektgeschäft statt eines starren Jährlichkeitsprinzips, die Anpassung von Beschaffungs- und Finanzierungsmechanismen an die Innovationszyklen der IT sowie die Möglichkeit eines systematischen, vorausschauenden Fähigkeitsaufbaus.

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