Moderne und sichere IT

Eine Herkules-Aufgabe. Im Rahmen des IT-Projekts HERKULES haben wir das nichtmilitärische IT-System der Bundeswehr standardisiert, zentralisiert und modernisiert. Konkret: raus aus Insellösungen und veralteten Netzen. Rein in industrieübliche Methoden und Prozesse. Wir haben in den letzten Jahren viel erreicht, das wir auch künftig innovativ und kompetent fortführen:

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1. Durchgängige Homogenität

Die Bundeswehr verfügt über ein modernes, zentralisiertes und standardisiertes IT-System. Diese Homogenität ersetzt die komplexe und heterogene Infrastruktur mit ihren unterschiedlichen Verfahren und Hardware-Systemen.

2. Industrieübliche Methoden und Prozesse

Die IT-Infrastruktur der Bundeswehr wird nach industrieüblichen Methoden und Prozessen überwacht, gemanagt und betrieben. Das bedeutet eine effiziente und effektive Steuerung der komplexen IT-Infrastruktur.

3. Modernes Glasfaserkabelnetz

Das Weitverkehrsnetz (WAN) ermöglicht die Kommunikation zwischen den einzelnen Liegenschaften der Bundeswehr. Die BWI hat das WAN für die Bundeswehr (WANBw) von Grund auf neu aufgebaut. Seither stellen wir der Bundeswehr ein modernes Glasfaserkabelnetz zur Verfügung und betreiben es für sie. Um dieses Netz ausfallsicher zu machen, wurden zwei Leitungsnetze errichtet, die unabhängig voneinander (redundant) sind. An das rund 12.000 Kilometer lange WAN-Kernnetz sind die 50 wichtigsten Liegenschaften der Bundeswehr direkt über Glasfaserkabel angeschlossen, alle übrigen werden über sogenannte LWL-Subringe mit dem Netz verbunden.

4. Ausfallsichere und leistungsstarke Rechenzentren

Die Bundeswehr verfügt über ausfallsichere und leistungsstarke Rechenzentren. Durch die Virtualisierung der Server kann der gesamte Rechenzentrumsverbund wie ein einziges logisches Rechenzentrum gesteuert werden. Dadurch ist der Betrieb der Rechenzentren flexibler, es kann schneller auf neue Anforderungen reagiert werden, und die BWI hat die Ausfallsicherheit erhöht. Das nichtmilitärische IT-System der Bundeswehr entspricht heute modernen Standards und erfüllt die an es gestellten Sicherheitsanforderungen.

5. Sicherheit der IT-Infrastruktur

Die IT-Infrastruktur verfügt über ein mehrstufiges Sicherheitskonzept. Wir schützen dabei alle neuralgischen Punkte des Systems: von den Rechenzentren über die Datenkommunikation bis hin zum PC des Nutzers. Wesentlich ist hierbei, das Gesamtsystem maximal sicher und benutzerfreundlich zu gestalten.

6. Wirtschaftlicher Betrieb

Wir haben die nichtmilitärische IT-Infrastruktur der Bundeswehr konsolidiert, zentralisiert und modernisiert. Bei allen Maßnahmen haben wir darauf Wert gelegt, einen zukunftsfähigen und wirtschaftlichen IT-Betrieb aufzubauen. Heute verfügen die Streitkräfte über ein IT-System, das ein hohes Maß an Kostentransparenz bietet und wirtschaftlich betrieben werden kann.

7. Weniger Energieverbrauch

Wir setzen moderne Server ein und haben ein effizientes Energiemanagement realisiert – für einen ressourcenschonenden Umgang mit Energie. Dabei stoppen wir nicht bei den Rechenzentren, sondern legen auch bei PC, Druckern und anderen Peripheriegeräten hohe Maßstäbe an. So haben wir den Energieverbrauch signifikant reduziert.

8. Services 24 Stunden am Tag

Software- oder Hardware-Fragen können die Bundeswehrangehörigen sofort klären. Innerhalb von 30 Sekunden erhalten sie Unterstützung vom User Help Desk (UHD) der BWI, der immer im Einsatz ist: an 365 Tagen rund um die Uhr. Ebenso verfügbar ist der zentrale Auskunfts- und Vermittlungsdienst (A&V-Dienst), der alle Anrufe in die Bundeswehr annimmt und vermittelt. Immerhin mehr als fünf Millionen Anrufe pro Jahr.

9. Arbeitsplätze modernisiert

Wir haben bundesweit über 150.000 IT-Arbeitsplätze der Bundeswehr mit moderner Technik ausgestattet. PC, Telefon, Drucker und Scanner sind auf einem aktuellen Stand und werden regelmäßig erneuert.

10. Wirtschaftliche Transparenz

Die BWI hat die IT-Modernisierung im Rahmen des vereinbarten Budgets realisiert. Vermeintliche Mehrkosten sind nur für Leistungen entstanden, die über den HERKULES-Vertrag hinaus erbracht worden sind. Erstmals ist es möglich, die Kosten und den Aufwand für die durch HERKULES betriebene Bundeswehr-IT exakt zu ermitteln. Die einheitliche IT-Landschaft schafft klare Strukturen, alle Prozesse sind transparent und nachvollziehbar. Ein Novum.

11. Projekt der Superlative erfolgreich umgesetzt

HERKULES bedeutete unter anderem: 140.000 neue Rechner, 300.000 neue Festnetz-Telefone, 17.000 Mobiltelefone, 7.000 Server, 12.000 Kilometer Datenkabel und SAP-Software für über 50.000 Nutzer – ein Projekt der Superlative an 1.200 Standorten. Und die BWI hat es von Ende 2006 bis Ende 2016 erfolgreich für die Bundeswehr realisiert. Ein Großprojekt, das in „time and budget“ umgesetzt wurde.