Staatssekretär Vitt lobt Innovationsarbeit von Bundeswehr und BWI

Welche Innovation Hubs gibt es in den Ministerien, über welche Ressourcen verfügen sie und welchen Einfluss nehmen sie auf die Digitalisierung der Bundesverwaltung? Das war Inhalt einer Anfrage im Bundestag von Dr. Anna Christmann (Bündnis 90/Die Grünen). In seiner Antwort informierte Staatssekretär Klaus Vitt Mitte Oktober über die Aktivitäten der Regierung. Dabei hob er den Cyber Innovation Hub der Bundeswehr und das Innovation Management der BWI hervor.

Digitallabore und Innovation Hubs sollen nicht nur in Unternehmen technologische Ideen und neue Arbeitsweisen vorantreiben. Auch die Bundesregierung setzt auf die Innovationseinheiten. Welche Hubs derzeit in den Ministerien vorhanden beziehungsweise geplant sind und welche personellen Ressourcen den Stellen zugeordnet sind, war Gegenstand einer Anfrage im Bundestag von Dr. Anna Christmann (Bündnis 90/Die Grünen). Darin ging es auch um den Einfluss, den die Innovationsbüros auf die Digitalisierung und Modernisierung der Bundesverwaltung haben.

„Erfolgreicher Pilot“: Cyber Innovation Hub der Bundeswehr

74 Stellen in fünf verschiedenen Organisationseinheiten des Bundesinnen, -arbeits-, -verteidigungs-, -familien und Gesundheitsministeriums gibt es derzeit, heißt es Mitte Oktober in der Antwort von Klaus Vitt, Staatssekretär im Bundesinnenministeriums und IT-Beauftragter der Bundesregierung. Der größte Anteil entfalle auf den Cyber Innovation Hub (CIH) im Bundesministerium der Verteidigung (BMVg). Drei Soldaten, 14 Reservisten und 19 Mitarbeiter der BWI sind dort aktuell im Einsatz. 2017 wurde der Cyber Innovation Hub im BMVg als Pilotvorhaben gestartet. Ab 1. Januar 2020 soll er bei der BWI, dem IT-Systemhaus und Digitalisierungspartner der Bundeswehr „verstetigt“ werden. „Die Pilotierung läuft erfolgreich, Evaluierung und Wirtschaftlichkeitsuntersuchung wurden erfolgreich abgeschlossen“, erklärt Vitt in seiner Antwort an die Bundestagsabgeordnete. Die Ergebnisse der Innovationsmaßnahmen würden in die Weiterentwicklung des IT-Systems der deutschen Streitkräfte einfließen.

Innovation Management der BWI unterstützt Weiterentwicklung

Unterstützung erhalte der CIH durch das Innovation Management der BWI. Es verbessere nicht nur die Leistungsentwicklung des Unternehmens, sondern diene auch Neuerungen des BWI-Portfolios und unterstütze die Weiterentwicklung Bundeswehr-IT. „Die Herausforderung für die BWI – und auch für unseren Kunden Bundeswehr – liegt in der Adaption von Innovationen“, sagt Matthias Görtz, Leiter Innovation Accelerator der BWI. Es gehe im Betrieb von Innovation Hubs vor allem darum, zu experimentieren, Innovationshemmnisse zu überwinden und neue Formen der Zusammenarbeit zu etablieren. „Hier können wir erfolgreich sein – und das auf unkonventionellen Wegen“, so Görtz. Sowohl die Bundeswehr als auch die BWI würden über hervorragend ausgebildetes Personal und gute Ideen verfügen. Sie gelte es, für alle schnell und flexibel nutzbar zu machen.

Zurück