„Fliegendes Rechenzentrum“ – BWI unterstützt A400M-Einsatz

Die Luftwaffe setzt erstmals einen A400M als Tanker im Ausland ein. Das Transportflugzeug wird in Jordanien im Rahmen des Bundeswehreinsatzes „Counter Daesh“ erprobt, wo es deutsche und alliierte Flugzeuge in der Luft mit Treibstoff versorgt. Die BWI hatte mit einer Risikoanalyse zur Zulassung des Waffensystems bis zu der für den Einsatz notwendigen Sicherheitseinstufung „GEHEIM“ und „NATO SECRET“ beigetragen.

Neben einem Informationssicherheitskonzept war der Zulassung beziehungsweise Akkreditierung durch die Deutsche militärische Security Accreditation Authority (DEUmilSAA) eine Risikoanalyse der gesamten IT des Waffensystems vorausgegangen. Die hatte diese BWI im Auftrag des Bundesamts für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) erstellt. Ziel der Analyse war es, alle bekannten und potenziellen Schwachpunkte zu erkennen, zu bewerten und mögliche Maßnahmen zur Risikominimierung zu definieren. Dr. Andreas Loewe, Security Consultant in der BWI: „Mit seinen mehr als 600 IT-Systemen, stellt der A400M in seiner Komplexität ein fliegendes Rechenzentrum dar, das weltweit autark operieren kann.“ Die Risikoanalyse, die das Security Consulting der BWI durchgeführt hat, ist eine wesentliche Voraussetzung für die Einsatztauglichkeit.

Bislang war der A400M ausschließlich für Material-, Personen- und Patiententransporte zugelassen. Die Freigabe für Operationen der Sicherheitseinstufung „GEHEIM“ und „NATO SECRET“ durch die DEUmilSAA machte den Einsatz des A400M in Jordanien auch aus Perspektive der Informationssicherheit möglich. Die Deutsche militärische Security Accreditation Authority, eine Gruppe im Zentrum für Cyber-Sicherheit der Bundeswehr, prüft im Rahmen einer sogenannten Akkreditierung die Informationssicherheit von IT-Systemen vor deren Nutzung. „Die Zulassung sichert die Beteiligung des A400M an internationalen Einsätzen der Bundeswehr und ist damit ein Beitrag zur Bündnisfähigkeit“, betont Andreas Loewe.

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