BWI übernimmt Vor-Ort-Service in Pristina

Mitarbeiter der BWI werden ab Dezember das Deutsche Kontingent der NATO-Sicherheitstruppe KFOR (Kosovo Force) in Pristina unterstützen. Jeweils zwei Servicetechnikerinnen und Servicetechniker sollen dort das Kommando Informationstechnik der Bundeswehr personell entlasten. Die BWI wird damit erstmals den IT-Betrieb in einer Einsatzliegenschaft der deutschen Streitkräfte übernehmen.

Seit 2017 weitet die BWI als IT-Systemhaus der Bundeswehr ihr Service-Portfolio aus. So übernimmt sie beispielsweise neben der administrativen und logistischen Bundeswehr-IT im Inland mehr und mehr Anteile der militärischen Informations- und Kommunikationstechnik. Teil dessen ist die IT-Unterstützung in Auslands- und Einsatzliegenschaften der deutschen Streitkräfte. Ende Mai haben Bundeswehr und BWI einen Vertrag über den Vor-Ort-Service für den ersten Standort dieser Art abgeschlossen. Ab Herbst wird die BWI für das Deutsche Kontingent in Pristina, Sitz des KFOR-Hauptquartiers, den IT-Betrieb inklusive Vor-Ort-Service erbringen. Neun Mitarbeiter der BWI wurden dazu im Ausbildungszentrum der Vereinten Nationen in Hammelburg in einem so genannten HEAT-Training (Hostile Environment Awareness Training) auf ihre mögliche Entsendung vorbereitet.

Projekt „Pristina 2018+“

Der Startschuss für die Vorbereitungen, die die BWI mit dem Projekt „Pristina 2018+“ umsetzt, fiel im Juni letzten Jahres. Im Auftrag der Bundeswehr konzipierte die BWI den IT-Betrieb für die Einsatzliegenschaft in Pristina inklusive Vor-Ort-Service durch eigene Mitarbeiter. Dabei galt es für die BWI zunächst die notwendigen export- und personalrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen und entsprechende Kompetenzen aufzubauen. Erfahrungswerte gab es keine.

Parallel beauftragte die Bundeswehr die BWI mit dem inlandsgestützten Betrieb für Pristina, um die ununterbrochene Einsatz- und Führungsfähigkeit des Deutschen Kontingents KFOR zu gewährleisten. Dazu stellte das Unternehmen eine auf die Liegenschaft abgestimmte technische Lösung auf Basis seines aktuellen Service-Portfolios bereit. Seit September 2018 erbringt die BWI IT-Serviceleistungen aus Deutschland. Vor Ort unterstützt derzeit noch das eingesetzte militärische IT-Personal. Um die bestmögliche IT-Betreuung der Bundeswehrangehörigen in Pristina sicherzustellen, hat die BWI zusätzlich einen rund um die Uhr telefonisch erreichbaren „Eskalationsmanager“ eingerichtet, der bei der Lösung von Incidents aus dem Inland unterstützt.

Basis für Standardservices im Ausland

„Pristina 2018+“ ist ein erster Schritt in das erweiterte Aufgabenspektrum der BWI für Auslands- und Einsatzliegenschaften. Die in dem Projekt gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen fließen nun in die Anfang 2019 von der Bundeswehr beauftragte Konzeption und Entwicklung von Standardservices ein.

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