„Wichtiger Baustein der Digitalisierung“ – Staatssekretär Peter Tauber besucht BWI

© BWI GmbH

Bundeswehr, Unternehmen

Die BWI-Geschäftsführer Martin Kaloudis (CEO), Katrin Hahn (CRO) und Frank Leidenberger (CDO) begrüßten Staatssekretär Dr. Peter Tauber am 2. Juni bei der BWI in Meckenheim. Nach einem Besuch des User Help Desks und einer Vorstellung von IT-Services der BWI und Technologien, wie zum Beispiel Virtual Reality, informierte sich Tauber über Betrieb und aktuelle Lage des IT-Systemhauses. Mit Geschäftsführung und Führungskräften sprach er zudem über Digitalisierungs- und Innovationsvorhaben für die Bundeswehr.

In Zeiten von COVID-19 sind die deutschen Streitkräfte besonders gefordert, bei der Eindämmung des Virus zu unterstützen und die eigene Handlungs- und Führungsfähigkeit aufrecht zu halten. Als IT-Systemhaus und Digitalisierungspartner der Bundeswehr unterstützt die BWI sie hierbei und sorgt dafür, dass Soldatinnen und Soldaten ihren Auftrag auch in dieser Ausnahmesituation erfüllen können. Insbesondere der Umgang der BWI mit dem Corona-Krise und dem aktuellen Aufbau eines neuen „coronakonformen“ Normalbetriebs interessierten Tauber.

 

Mehr Tempo für die Digitalisierung

Doch bei allem ist die Corona-Krise nicht nur Herausforderung, sie ist auch Chance für die Digitalisierung, das Megathema der Bundeswehr. Die Krise zeige die Vorteile der Digitalisierung und dass müsse genutzt werden. So lautet der Tenor der letzten Sitzung des Digitalrates im Bundesministerium der Verteidigung im Mai. Dabei gehe es vor allem um eines: Umsetzungsgeschwindigkeit.

Ein Beispiel dafür ist die eToken-App, mit der Soldatinnen und Soldaten seit Mitte Mai Gutscheincodes für kostenfreie Bahnfahrten per Smartphone runterladen können. Ein Schnellbootprojekt von Bundeswehr und BWI, das in kurzer Zeit geplant und umgesetzt wurde. Nach drei Monaten Entwicklungs- und sechs Monaten Projektlaufzeit stand die App zur Verfügung.

 

Open Source und Virtual Reality

Auch das erste Open-Source-Projekt von Bundeswehr und BWI war Gesprächsthema bei Taubers Besuch am Meckenheimer BWI-Hauptsitz. Seit Dezember letzten Jahres erprobt die BWI einen Messenger auf Basis des offenen Protokollstandards für Echtzeitkommunikation „Matrix“. Um Angehörigen der Streitkräfte in der Corona-Pandemie eine schnelle, direkte, einfache und trotzdem sichere Kommunikationsmöglichkeit bereitzustellen, haben Bundeswehr und BWI im April den Betrieb für derzeit bis zu 30.000 dienstliche Mobilgeräte ausgebaut.

Mit ihren Innovationseinheiten treibt die BWI ebenfalls die digitale Transformation voran, etwa beim Einsatz von Virtual-Reality-Technologien. In einem Innovations-Experiment testet die BWI zusammen mit der Luftwaffe Virtual Reality in der Cloud, um Lagebesprechungen und -darstellungen gerade für die ortsungebundene Zusammenarbeit zu verbessern.

 

Corona und der Blick nach vorne

„Bei der Digitalisierung der Bundeswehr ist die BWI ein wichtiger Baustein“, sagte Peter Tauber. Das gelte auch für Innovationen und den Blick nach vorne. Aber auch die IT-Unterstützung in der Corona-Krise sei wichtig gewesen. „Die BWI hilft dabei, dass sich die Soldaten auf ihren eigentlichen Dienst fokussieren können.“

Staatssekretär Dr. Peter Tauber im Interview

Video abspielen

Martin Kaloudis, Chief Executive Officer der BWI, bestätigte den Eindruck von Staatssekretär Tauber: „Wir konnten zeigen, wie wir trotz aller Herausforderungen der aktuellen Ausnahmesituationen die Bundeswehr als Digitalisierungspartner unterstützen“. Man habe aber auch über Herausforderungen der Digitalisierung, sowohl der Bundeswehr als auch Deutschlands gesprochen. Und über die Entwicklung der BWI in den vergangenen Jahren. „Wir sind dankbar, dass Staatssekretär Tauber unseren Weg als IT-Systemhaus unterstützt. Gemeinsam werden wir den fortsetzen, für eine erfolgreiche Digitalisierung der Bundeswehr.“
 
 

Das könnte Sie auch interessieren: