Weitverkehrsnetz: Anbindung der Liegenschaften vor dem Abschluss

Bundeswehr, Unternehmen

Mit dem Aufbau und dem Betrieb des Weitverkehrsnetzes (WANBw) hat die BWI die Grundlage für die sichere und schnelle Kommunikation und den Datenverkehr für alle Arbeitsplatzcomputer, Telefonendgeräte und weitere Netzeinrichtungen zwischen den Bundeswehr-Standorten sowie zu den zentralen Service-Einrichtungen, wie den Rechenzentren, den Betriebskompetenzzentren und dem User Help Desk, geschaffen.

 

6000 km Glasfaserkabel

Das Kernnetz, das bereits 2008 fertig gestellt wurde, ist rund 6.000 Kilometer lang und besteht aus zwei voneinander unabhängigen Glasfasernetzen. Die 50 wichtigsten Liegenschaften der Bundeswehr wurden direkt an das Kernnetz angeschlossen und können mit einer Bandbreite von 2,5 Gbit/sec versorgt werden. Die restlichen Liegenschaften hat die BWI in den vergangenen Monaten über Subringe an das Kernnetz angebunden. In der Aufbauphase hat sie zudem das Netzwerk-Management zentral erneuert und parallel Netzübergänge, zum Beispiel zu Nato-Staaten und Dienststellen im Ausland, modernisiert.

 

Liegenschaften angeschlossen

Die BWI hat alle der rund 1.200 Bundeswehr-Liegenschaften an das neue Weitverkehrsnetz angebunden, offen sind nur noch rund ein Dutzend Kleinstliegenschaften. Seit Herbst 2009 und damit früher als im HERKULES-Vertrag vorgesehen hat die BWI bereits die Sondernetze der Bundeswehr auf das WANBw umgeschaltet. Die rund 1.600 Nutzer des Automatischen Führungsfernmeldenetzes und des Taktischen Richtfunknetzes Flottenkommando können nun schneller und sicherer ihre sensiblen Daten austauschen. In zwei Betriebskompetenzzentren überwacht und steuert die BWI die in die neue standardisierte Netz-Infrastruktur überführten Netzanteile.

 

Hohe Ausfallsicherheit

Das neue Weitverkehrsnetz bringt der Bundeswehr viele Verbesserungen: Mit dem WANBw verfügt die Bundeswehr über ein eigenes, geschlossenes und zentrales Datennetz, das zahlreiche technisch veraltete und in der Betreuung aufwändige Einzellösungen ersetzt. Die einheitliche und erweiterbare Plattform ermöglicht die schnelle Datenübertragung, sowohl für synchrone Zeitmultiplex-Verfahren (SDH) als auch für das Internet-Protocol (IP). Da das moderne Glasfaserkabelnetz aus zwei redundanten Leitungsringen besteht, ist die physikalische Ausfallsicherheit besonders hoch. Auch die Datensicherheit hat sich im Vergleich zu den bisherigen Netzen der Bundeswehr verbessert und wird weiter optimiert.

 

BWI entlastet Soldaten

Zusätzlich zu den technischen Verbesserungen wird die BWI mit dem Projekt WANBw einem zentralen Anliegen der Bundeswehr gerecht: die Entlastung der Soldaten von Nicht-Kernaufgaben. So konnten im Zuge des Projekts „Integration der Sondernetze der Bundeswehr“ rund 270 Soldaten in die Bundeswehr zurückkehren und wieder militärische Aufgaben übernehmen. Insgesamt wurden rund 800 Soldaten in die Bundeswehr zurückkommandiert und stehen jetzt für einsatznahe Aufgaben zur Verfügung.

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