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USG-Online: Reservistendienstleistende der Bundeswehr können Leistungen jetzt vollständig digital beantragen

Unternehmen, Bundeswehr

Generalmajor Gunter Schneider, Vizepräsident BAPersBw, Generalarzt Dr. Nicole Schilling, Vizepräsidentin BAPersBw und Martin Kaloudis, Chief Executive Officer der BWI GmbH, gaben gestern in Köln den offiziellen Startschuss zum bundesweiten Rollout von USG-Online. Mit der von beiden Partnern gemeinsam entwickelten Lösung können Reservist*innen der Bundeswehr Ausgleichsleistungen für Verdienstverluste aus ihren Hauptberufen erstmals vollständig digital beantragen.

USG-Online leitet die Antragstellenden schnell und unkompliziert durch den kompletten Prozess. Statusmeldungen geben dabei jederzeit Auskunft über den Stand der Bearbeitung – vom Fotografieren der Dokumente und Hochladen der Antragsdaten bis hin zum endgültigen Abschluss der Bearbeitung. Dies erleichtert nicht nur den Prozess, sondern sorgt auch für mehr Transparenz im Verfahren. Persönliche Daten, wie etwa Familienstand, Anschrift und Bankverbindung der Antragstellenden, bleiben in der Anwendung gespeichert und müssen bei Folgeanträgen nicht erneut eingegeben werden. „Dank der guten Zusammenarbeit mit dem BAPersBw war es nicht nur möglich, USG-Online sehr anwenderfreundlich und in einem ambitionierten Zeitrahmen umzusetzen, sondern auch die nötige Sicherheit der Lösung die bei der Übermittlung der Daten zu gewährleisten“, erklärt der CEO der BWI GmbH, Martin Kaloudis.

 

Digitale Lösung für jährlich 40.000 Anträge

Nehmen Reservistendienstleistende der Bundeswehr an einer Einsatzübung teil, verlieren sie Teile der Bezüge aus ihren Hauptberufen. Nach dem Unterhaltssicherungsgesetz (USG) stehen ihnen Ausgleichsleistungen zu, was bedeutet, dass pro Jahr – bei rund 20.000 Reservist*innen der Bundeswehr mit jeweils zwei Einsatzübungen – 40.000 Anträge auf Unterhaltsersatz im BAPersBw eingehen. Bislang war das mit hohem Bürokratieaufwand verbunden, da Formulare, Belege und weitere Unterlagen per Post oder E-Mail zur Verarbeitung an die zuständige Stelle geschickt werden mussten. „Ich freue mich, dass wir es in nur einem Jahr geschafft haben, diese App zu entwickeln und auf den Markt zu bringen“, so Generalmajor Schneider. „Reservistinnen und Reservisten können Leistungen nach dem Unterhaltssicherungsgesetz damit schnell, papierlos und damit aufwandsarm beantragen.“ Gemeinsam mit ihrem Digitalisierungspartner, der BWI GmbH, hatte die Bundeswehr im vergangenen Jahr die Arbeit an dem Projekt begonnen und im Rahmen der Jahrestagung der Reserve im Oktober 2020 in Berlin einen entsprechenden Prototyp der USG-Online-App vorgestellt.

 

Sowohl für das Smartphone als auch als PC-Anwendung erhältlich

In der aktuellen Version ist USG-Online über den App-Store für Android-Smartphones erhältlich und lässt sich per Internetlink auch für den PC als Anwendung aktivieren. Im App-Store von Apple wird die Lösung ebenfalls bald zur Verfügung stehen. USG-Online vereinfacht durch die Digitalisierung der Antragstellung nicht nur den Prozess für die Reservistendienstleistenden, sondern auch die Bearbeitung der Anträge im BAPersBw: Daten aus der USG-Online-App fließen direkt in das Bearbeitungssystem und müssen von den Sachbearbeitenden nicht mehr selbst übertragen werden, was die Bearbeitung der Anträge beschleunigt. Der Rollout der App wurde jetzt im Saarland gestartet und wird nach und nach auf alle Bundesländer ausgeweitet. Spätestens zur diesjährigen Jahrestagung der Reserve im Oktober in Berlin soll die App für alle Reservist*innen der Bundeswehr nutzbar sein. 

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