Umstieg auf mobiles und kooperatives Arbeiten für Bundeswehr beschlossen

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Redaktion BWI

Bundeswehr, E-Government

Die finanziellen Vorraussetzungen für eine weiterführende Digitalisierung der Bundeswehr mit zusätzlichen IT-Leistungen durch die BWI, wurden somit geschaffen. Mit einem Vertragswert von rund 177 Million Euro wurden im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages im Rahmen des Leistungserweiterungspakets LP3a1 des HERKULES-Folgeprojektes bis Ende 2023 zusätzliche IT-Leistungen der BWI genehmigt. Das 2019 auslaufende Pilotprojekt Cyber Innovation Hub der Bundeswehr (CIH) wird ab Januar 2020 bis Ende 2022 mit einem Budget von 10 Millionen Euro pro Jahr ausgestattet und unverändert am Standort Berlin fortgeführt. Künftig wird der CIH als Abteilung in der BWI verstetigt und dient weiterhin als Schnittstelle zu Start-ups und innovativen Marktteilnehmern für die Bundeswehr.

 

Einführung einer neuen Groupware-Lösung für die Bundeswehr

Mit einem Vertragswert von 522 Millionen Euro wurde die Einführung der Groupware-Lösung der Bundeswehr (GroupwareBw) in den nächsten vier Jahren beschlossen. Die BWI wird im Rahmen des Projekts GroupwareBw bis Ende 2023 die bestehende E-Mail- und Kollaborationslösung der Bundeswehr auf eine moderne, grundsätzlich auf Microsoft-Produkten basierende Plattform überführen. Dieser Vertrag umfasst die Bereitstellung der Plattform, die Migration der bestehenden Lösung auf das Zielsystem einschließlich der Überführung der Variantenprodukte  und den Betrieb der neuen Plattform. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auch auf der Begleitung der Bundeswehr bei Ausbildung und  Veränderungsmanagement  mit dem Ziel, um die zukünftigen Kollaborationsmöglichkeiten möglichst frühzeitig erschließen. Dieser Mehrwert soll für circa 190.000 Nutzerinnen und Nutzer der Bundeswehr zügig zur Geltung kommen.

 

Kontinuierliche und bedarfsgerechte Mengenerhöhungen im Bereich Mobilität

Im Rahmen der 25-Millionen-Euro-Vorlage zum HERKULES-Folgeprojekt wurden Mengenerhöhungen der bereitgestellten Hard- und Softwarekomponenten für die Bundeswehr angekündigt. In einem schrittweisen Übergang zur umfassenden mobilen IT-Ausstattung werden zunächst zusätzlich 6.000 IT-Arbeitsplätze mit Notebooks, Monitoren, Docking-Stations und Lizenzen ausgestattet sowie 50.000 Desktop-Rechner von  Notebooks abgelöst. Durch die Erhöhung des mobilen Anteils der IT-Ausstattungen müssen infolgedessen die Kapazitäten der Rechenzentren der Bundeswehr erweitert werden. Darüber hinaus werden die vertraglichen vereinbarten Mengenobergrenzen für Drucker, Monitore, Beamer und weiteres Zubehör (Headsets, Kameras) zur Nutzung des software-basierten Telefon- und Videoservice erhöht.

 

Aufgabenübertragung aus SASPF und weitere Leistungen

Im Rahmen der Leistungserweiterung des HERKULES-Folgeprojektes sollen künftig weitere Aufgaben aus dem Nutzungs- und Betriebsmanagement SASPF an die BWI übertragen werden. Dazu wird die BWI zunächst eine Anforderungsanalyse durchführen. Auf Basis der Analyse soll die BWI ab 2022 Aufgaben im Programm SASPF übernehmen. Die weiteren Leistungen umfassen die Fortführung der Entwicklung sowie der Betrieb einer IT-Service-Management-Plattform und die Realisierung einer Portfoliomanagementplattform zur Planung und Steuerung des IT-Service Portfolios des IT-SysBw.

 

Ausblick

Mit diesen Beschlüssen intensiviert die Bundeswehr den Umstieg der IT-Infrastruktur zu einer mobilen, nutzerorientierten IT-Ausstattung, die moderne Kommunikationsmöglichkeiten bereitstellt. Das BMVg wird die Verlängerung  des Leistungsvertrages HERKULES Folgeprojekt um 4 Jahre bis 2027 dem Bundestags-Haushaltsausschuss voraussichtlich im Frühjahr 2020 in Form einer 25-Millionen-Euro Vorlage zur Zustimmung vorlegen.

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