Strategische Partner für eine neue Bundeswehr-IT

Unternehmen, Bundeswehr

Einsätze und Inlands-Betrieb 

Kühn und Blaschke sprachen über die Ausgestaltung der Partnerschaft, zum Beispiel an den Schnittstellen zwischen bundeswehreigener IT in den Einsatzländern und der von der BWI gestellten IT für Bundeswehr-Liegenschaften in Deutschland. Der durchgängige Übergang zwischen Inland und den Einsatzgebieten sei entscheidend, so Kühn, zum Beispiel für eine einheitliche Lageführung oder bei der Telemedizin. In einem anschließenden Pressegespräch nannte Blaschke als Beispiel für die enge Kooperation den Aufbau eines BWI-Betriebskompetenzzentrums in der Rheinbacher Tomburg-Kaserne – in unmittelbarer Nachbarschaft zum militärischen Betriebszentrum der Bundeswehr, das für militärische IT zuständig ist. Blaschke betonte daneben die Synergieeffekte durch die Partnerschaft, etwa durch den Wegfall des personalintensiven Betriebs einzelner spezieller Sondernetze der Bundeswehr. Das freiwerdende militärische IT-Personal werde dadurch für andere wichtige Aufgaben im militärischen Kernbereich frei, ergänzte Kühn. Neben einer Erhöhung der Wirtschaftlichkeit gehe es bei „Herkules“ darum, mit dem technischen Fortschritt in der IT mithalten zu können. Kühn erwartet wie alle Nutzer ein IT-System, das moderner und insgesamt leistungsfähiger  ist. „Moderne Streitkräfte brauchen eine moderne IT!“, so fasste Kühn seine Kernbotschaft zusammen. 

 

BWI und Streitkräftebasis 

Der Leistungsverbund BWI wurde 2006 gegründet und bereitet derzeit die Übernahme des Zielbetriebes vor. BWI und Streitkräfte betreiben gemeinsam das IT-System der Bundeswehr. Während die BWI für den Großteil des Betriebes und die IT-Ausstattung im Inland zuständig ist, sind die Streitkräfte vor allem für die einsatzrelevanten IT-Anteile verantwortlich. Hier spielt die Streitkräftebasis mit ihren speziell aufgestellten IT- / Führungsunterstützungs-Verbänden und dem sich im Aufbau befindlichen Betriebszentrum IT-System der Bundeswehr in Rheinbach eine herausragende Rolle. Für die Entwicklung gemeinsamer Prozesse, Arbeitsabläufe und Verfahren für den Betrieb der IT der Bundeswehr ist die Streitkräftebasis der zentrale Ansprechpartner für die BWI. 

 

Die Partner

Die BWI soll die gesamte nicht-militärspezifische IT- und Telekommunikations-Infrastruktur der Bundeswehr in Deutschland modernisieren und betreiben. Hinter dem Modernisierungsvorhaben, welches 1999 als Projekt mit dem Namen „Herkules“ initiiert wurde, stehen der Bund und die Industriepartner Siemens und IBM. 
Die Streitkräftebasis wurde 2000 aufgestellt und hat eine Schlüsselfunktion im Transformationsprozess der Bundeswehr. Heer, Luftwaffe und Marine sowie der Zentrale Sanitätsdienst der Bundeswehr erhalten durch sie umfangreiche Unterstützungsleistungen, die streitkräftegemeinsam effektiver und effizienter erbracht werden können. Dazu zählen beispielsweise die streitkräftegemeinsame Ausbildung, IT-/ Führungsunterstützung und die logistische Unterstützung.


Weitere Informationen unter www.streitkraeftebasis.de

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