IT-Service für Großübung

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Eine besondere Herausforderung war der Aufbau des Core-Netzes, welches den Daten- und Informationsaustausch zwischen den Übungszellen innerhalb des Übungsraumes Wildflecken und zu den Gefechtsständen in Kalkar, Ulm und Glücksburg mit einer hohen technischen Verfügbarkeit sicherstellte. Mit einer 155 Mbit Leitung wurde Wildflecken an das WANBw angeschlossen und so die Kommunikation auf eine starke Basis gestellt.

 

BWI-Mitarbeiter mitunter schon seit Februar im Einsatz

Rund 120 BWI-Mitarbeiter legten sich im Vorfeld und während der European Endeavour 2009 (EE09) kräftig ins Zeug. Ihr vorrangiges Ziel war es, einen reibungslosen Ablauf der international bedeutenden Großübung zu gewährleisten. Bereits Ende Februar begannen die ersten Kollegen mit den Vorarbeiten, denn die Anforderungen der Bundeswehr waren vielfältig. Insgesamt mussten 20 Kilometer Leitungsnetze in drei Ringen für das Liegenschaftskernnetz verlegt werden. Ebenso 35 Kabelkilometer, die der Vernetzung innerhalb der Gebäude und Gefechtsstände dienen.

 

Beeindruckende Dienstleistung

Nicht minder beeindruckend lesen sich die Kennzahlen für die zur Verfügung gestellten Arbeitsplatzsysteme: 700 Komplett-APC wurden mit englischer Software aufgespielt und bereit gestellt, 700 Voice-over-IP-Telefone installiert. Die Ausstattung der zahlreichen Übungslokationen mit insgesamt 150 Farb- und Schwarzweiß-Laserdruckern, 130 Beamern, 60 Faxgeräten, 12 Video-Konferenzsystemen für Übungszellen, 43 Scannern, 8 Multi DVD-Kopierstationen und 7 Plottern vervollständigten den besonderen „Warenkorb“. Auch die technischen Kennzahlen sind beeindruckend: 6.000 User Kennungen und 1.000 Computerkonten wurden vergeben, 38 Server in zwei Rechenzentren ausschließlich für die EE09 bereit gestellt. Insgesamt standen 42 Terabyte Speicherplatz zur Verfügung, während 1.800 Mailboxen aufgebaut und betreut wurden.

Die Leistungserbringung komplettierte eine umfassende Lotus Notes-Betreuung. So wurde eine Client-Server-Struktur der LoNo-Umgebung für 1.500 Clients aufgebaut, bereit gestellt und betrieben. Die somit geschaffene Systemlandschaft orientierte sich zu großen Teilen am Zielkonzept KVLNBw. Schlussendlich zeichnete die BWI auch für die Bereitstellung von Internetdiensten verantwortlich, inklusive der zuverlässigen Nutzung von Videostreams.

 

Wildflecken: Die BWI im Kleinen

Für die Großübung stellte die BWI ein komplettes Service Management für die Nutzerbetreuung auf die Beine, quasi eine BWI im Kleinen. Rund um die Uhr nahmen die Mitarbeiter eines UHD Probleme und Störungen entgegen. Im Client & Backoffice standen 82 IT-Experten und 17 militärische Kräfte parat, um die zentrale Administration und Steuerung der IT- und Telekommunikationsinfrastruktur zu gewährleisten. Zudem garantierten weitere Spezialisten die IT-Sicherheit. Ein Second Level Support sorgte für die Behebung der eingegangenen Störungsmeldungen, während ein Vor-Ort-Service mit 27 Technikern Hardwareprobleme unmittelbar behob.

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