IT-Konsoli­dier­ungs­­projekt: Bund kann von Bundeswehr lernen

© Behörden Spiegel/Giessen
Redaktion BWI

Unternehmen, Bund

„Wir sorgen für die digitale Zukunft unseres Landes“, mit diesem klaren Statement eröffnete Martin Kaloudis, CEO der BWI GmbH, seinen Vortrag vor den anwesenden Parlamentariern der entsprechenden Ausschüssen, Behördenleitern und Verwaltungsführungskräften und untermauerte die wichtige Rolle der BWI als Digitalisierungspartner der Bundeswehr und IT-Dienstleistungszentrum des Bundes. Der Behörden Spiegel hatte am gestrigen Abend eingeladen, um gemeinsam mit Vertretern aus Politik und Verwaltung die Ergebnisse der DLZ-Studie und aktuelle Erkenntnisse zum Stand der IT-Konsolidierung Bund zu diskutieren. Neben Martin Kaloudis referierten unter anderem Klaus Vitt, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik (CIO) zur IT-Konsolidierung auf Bundesebene sowie Dr. Reinhard Brandl, Mitglied des Deutschen Bundestages, zu Digitalisierungsbestrebungen der öffentlichen Hand.

 

„Digitalisierung ist ohne IT-Konsolidierung und -Modernisierung nicht möglich, auf diesem Gebiet sind wir erfahren. Wir „können“ IT-Konsolidierung, haben es in der Vergangenheit und Gegenwart durch die Umsetzung dieser bewiesen. Bei den anstehenden Konsolidierungsaufgaben sollte der Bund von der Bundeswehr lernen. „Es muss bei der IT-Konsolidierung nicht alles neu erfunden werden – klar strukturierte und formulierte Aufgaben sind nötig“, erklärte Martin Kaloudis und ermöglichte den Anwesenden im Nachgang einen fokussierten und komprimierten Blick auf die Erfolgsfaktoren einer „gesunden“ IT-Konsolidierung. „Ohne einen starken Willen zur Standardisierung, langfristigen und durchfinanzierten Verträgen, die nicht nur auf ein Jahr beschränkt sind, ist eine solide und erfolgreiche IT-Konsolidierung nicht durchführbar. Wir können Individualisierungen bei den unterschiedlichen Behördenkunden zulassen, aber die Standards wie beispielsweise eine gemeinsame Sicherheitsplattform sind unbedingt zu empfehlen und zu berücksichtigen. Bei HERKULES ist es uns gelungen und für den Bund stehen wir auch gerne bereit“. Dabei betonte der Geschäftsführer der BWI GmbH, wie wichtig die unabdingbare Bereitschaft zur Umsetzung ist – konzeptionell sind „wir alle gut aufgestellt, wir setzen nur nicht konsequent um.“ 

Vor Kaloudis präsentierten Werner Achtert und Jürgen Fritsche, Geschäftsleitung Public Sector, msg systems ag, die Erkenntnisse der DLZ-Studie. Dabei bemängelt die Studie den Fortschritt des Gesamtprojektes und die Tatsache, dass die Komplexität des Themas von allen Beteiligten unterschätzt wurde und es keine klare sowie zeit- und zielgerichtete Steuerung des Gesamtprojekts gibt.


Studie zum Status und Prozess der IT-Konsolidierung des Bundes 

Alle zwei Jahre stellt der Behörden Spiegel gemeinsam mit dem Kooperationspartner msg die DLZ-Studie im Rahmen einer Abendveranstaltung seit 2015 vor, um den Prozess der IT-Konsolidierung des Bundes zu begleiten. 

Dazu wurden im Frühjahr 153 Führungskräfte von Behörden und Großstädten und auf Bundes- und Landesebene zum Thema befragt. Im Anschluss wurden Vertreter der IT-Dienstleistungszentren (IT-DLZ) und der politischen Verwaltung zu den Ergebnissen der Umfrage interviewt.

„Wir sorgen für die digitale Zukunft unseres Landes"

Martin Kaloudis, CEO der BWI GmbH

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