Der Vor-Ort-Service der BWI – auf Dienstfahrt mit dem Schiff

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Die Standorte ihrer Servicecenter hat die BWI so gewählt, dass jede Liegenschaft der Bundeswehr maximal 80 Kilometer entfernt und innerhalb von zwei Stunden erreichbar ist. Allerdings gibt es Ausnahmen. Stehen beispielsweise Wartungsarbeiten im SAR-Zentrum (Search and Rescue) auf Helgoland an, dem Such- und Rettungsdienst der Bundeswehr, entscheiden Wetter und Gezeiten mit darüber, wie schnell ein BWI-Experte vor Ort sein kann. Dieser wird vom Servicecenter Wilhelmshaven entsandt, das auch für die Betreuung der Bundeswehr-Liegenschaften auf den Nordseeinseln Helgoland, Borkum und Wangerooge verantwortlich ist. Bei schlechtem Wetter steht zunächst eine eineinhalbstündige Autofahrt nach Cuxhaven an, um dort an Bord einer Fähre zu gehen. Erst nach mehr als zwei Stunden auf hoher See ist Helgoland erreicht.

Sobald die Informations- und Kommunikationstechnik den vertraglich vereinbarten Zustand erreicht hat, werden die Servicecenter gemeinsam mit dem User Help Desk (UHD) und den Betriebskompetenzzentren (BKZ) den Kern des IT-Service- und Störungsmanagements für die Bundeswehr bilden. Doch bevor diese dreistufige Servicestruktur voll tragen kann, muss die IT-Modernisierung an dem jeweiligen Standort abgeschlossen sein, da für die Fernwartung beispielsweise erneuerte Datennetze und moderne Arbeitsplatzrechner notwendig sind. In der Übergangszeit sind die Teams der Servicecenter stark gefordert. Sie unterstützen nicht nur die Modernisierung, sondern sind bei Problemen im laufenden Betrieb häufig die ersten Ansprechpartner.

Dort, wo neue Technik auf herkömmliche trifft, sind die Mitarbeiter der BWI-Servicecenter auch „Brückenbauer“ zwischen IT-Wunsch und -Wirklichkeit. Dieses Improvisationstalent wird immer wieder von Norbert Voigt, Siegmund Frenzel gefragt. Die Systemtechniker des Dresdner Servicecenters betreuen den Truppenübungsplatz Oberlausitz. Das Gelände 65 Kilometer südöstlich von Cottbus nutzen Streitkräfte aus ganz Europa. Bei den Großübungen ist das BWI-Team immer vor Ort, um die Infrastruktur für IT und Telekommunikation zur Verfügung zu stellen. Knifflig kann es werden, wenn Bundeswehr-Einheiten üben, die noch nicht auf die modernen IT-Systeme umgestellt worden sind. Da sich der Übungsplatz bereits im Zielbetrieb befindet, sorgen die BWI-Mitarbeiter dafür, dass alte und neue Technik miteinander harmonieren.

Lesen Sie demnächst im vierten Teil unserer Serie: Der Vor-Ort-Service der BWI – der Selbstretter ist immer dabei.

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