BWI auf der herCAREER: „New Work“ für Vereinbarkeit von Beruf und Familie

© BWI/Charlotte Baumarth

Karriere, Unternehmen

Die neue Arbeitsweise bei der BWI hat Katrin Hahn, Chief Resources Officer (CRO), auf der diesjährigen herCAREER Karrieremesse in München erläutert. Als Mitglied der BWI-Geschäftsführung nahm sie am 16. September die Gelegenheit wahr, gerade Frauen als potenzielle Arbeitnehmerinnen zu erreichen. Die sind im IT-Umfeld und so auch bei der BWI noch unterrepräsentiert.

Bevor die unter anderem für den HR-Bereich verantwortliche Geschäftsführerin das Thema „New Work“ vorstellte, ging sie auf die Motivation für die Änderungen ein: Nach einem noch nicht absehbaren Ende der Corona-Pandemie wäre ein Zurück in die Büros rückschrittlich und damit der falsche Weg. Katrin Hahn betonte: „Der Ausspruch ‚Das haben wir schon immer so gemacht‘ funktioniert nicht mehr. Um in der modernen Arbeitswelt den Mitarbeitenden eine gute Work-Life Balance bieten zu können, gleichzeitig die hohe Qualität der Leistung sicherzustellen und sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren, sind flexible Arbeitsprozesse und Abläufe nötig.“

Dabei sei „New Work“ aber kein Frauen-, sondern ein Familienthema. An geänderte Familienmodelle und eine neue Rollenverteilung passe die BWI sich an. „Das ist kein Selbstzweck“, sagte Hahn, „sondern essenziell für die Leistungsfähigkeit unseres Unternehmens. So kann die BWI das volle Potenzial ihrer Mitarbeitenden ausschöpfen, um die nötige Leistungsfähigkeit für die Erfüllung ihrer Aufträge sicherzustellen.“

 

Neues Arbeitsmodell, neues Denken

Wie also wird die neue Zusammenarbeit bei der BWI aussehen? Dazu nannte Katrin Hahn die wichtigsten Eckpunkte des strategischen Unternehmensvorhabens „Delivering Future Work“.

Häufiges Arbeiten aus dem Homeoffice wird in der BWI der Regelfall sein. Das Ziel: 75 Prozent der Mitarbeiter*innen mit geeigneten Tätigkeiten arbeiten nur noch an durchschnittlich zwei Tagen pro Woche am Standort, die restliche Zeit von Zuhause aus. Infolge des neuen Arbeitsmodells werden die Arbeitsflächen an den Standorten der BWI angepasst: 50 Prozent der Bürofläche sollen neu organisiert werden. Dabei werden Wechselarbeitsplätze und moderne Co-Working-Spaces für eine verbesserte Teamarbeit entstehen.

Formen der virtuellen Zusammenarbeit werden ausgebaut und ein neues, ergebnisorientiertes Führungsverständnis etabliert. Da, wo es früher klare Vorgaben gab, müssen Arbeitnehmer*innen sich heute selbst Grenzen setzen, die eigene Arbeit strukturieren und lernen, mit ihrer Freiheit umzugehen. Die BWI wird sie dabei unterstützen. Und mit „New Work“ ändert sich nicht nur das Arbeitsmodell, sondern auch die Einstellung und Denkweise im Unternehmen. Hahn: „Ich weiß nicht, wie akzeptiert früher eine Geschäftsführerin war, die sich bei einer Videokonferenz zu Hause stummstellte, weil ihre kleine Tochter ganz dringend vom Streit mit dem Bruder erzählen musste.“ Bei der BWI wird die Vereinbarkeit beider Welten tatsächlich gelebt.

 

Qualifizierte IT-Nachwuchskräfte gewinnen

Die flexiblen Arbeitsmöglichkeiten und das neue Verständnis von Beruf und Familie sollen auch dabei unterstützen, trotz des Fachkräftemangels qualifizierte IT-Nachwuchskräfte anzuwerben. Um die jungen Talente am Arbeitsmarkt zu gewinnen, können viele neue Stellen jetzt deutschlandweit ausgeschrieben werden. Denn wer in einer geeigneten Position neu bei der BWI anfängt, kann das ganz im Homeoffice oder unabhängig von der Abteilung am nächstgelegenen BWI-Standort tun. Er oder sie muss also für den Job nicht mehr zwingend umziehen, braucht das gewohnte Lebensumfeld nicht mehr unbedingt zu verlassen.

Natürlich präsentierte die BWI auf der herCAREER auch die beruflichen Chancen im Unternehmen: Irene Hasler, Fachgruppen-Leiterin im Bereich Solution Transition, gab in ihrem Vortrag zum Thema „Führungspositionen in der IT“ einen Einblick in den Alltag und die Anforderungen an eine IT-Führungskraft. Interessante Gespräche und Austausch am Karriere-Stand rundeten die zweitägige Messe ab.
 

Das könnte Sie auch interessieren: