Ausgezeichnete Innovationskultur: BWI zum 3. Mal „TOP 100 Innovator“
 

© BWI GmbH / KD Busch/compamedia

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Bei TOP 100 werden deutsche Mittelständler für ihr Innovationsmanagement ausgezeichnet. Eine Expertenjury mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik, die sogenannte wissenschaftliche Leitung, prüft die Bewerber in fünf Kategorien. Doch was bedeutet die Auszeichnung für die BWI und ihre Kunden? Fragen dazu beantwortet Jens Muschner, Leiter der BWI-Innovationseinheit innoX, im folgenden Interview. Als Trendscout und Innovationstreiber leistet sein Team einen wichtigen Beitrag, um die Innovationskraft der BWI zu stärken.

Die BWI erhält nun bereits zum dritten Mal in Folge das TOP 100-Siegel – was bedeutet das für die BWI?

Jens Muschner: Das Siegel „TOP 100 Innovator“ ist eine tolle Bestätigung dafür, dass unser Innovationsmanagement Früchte trägt. Natürlich spornt es uns auch an, die Initiativen für eine ertragreiche Innovationskultur in der BWI und bei der Bundeswehr weiter auszubauen. Gerade weil wir einen besonderen Innovations- und Transformationsauftrag für unsere Kunden haben, gilt es jetzt, am Ball zu bleiben – ganz nach dem Motto: „Mehr Innovationsdenke, mehr Innovationen für unseren Kunden Bundeswehr, mehr Machen!“ Wir wissen: Wir dürfen uns jetzt nicht auf dem Erreichten ausruhen, aber die Lorbeeren ernten wir natürlich gerne. Was vielen außerhalb der BWI nicht bewusst ist: Wir treten als 100-prozentige Tochter des Bundes an – neben vielen Unternehmen aus der privaten Wirtschaft. Das ist für uns schon ein wichtiger Gradmesser.

In der Kategorie „Innovative Prozesse und Organisation“ hat die BWI überdurchschnittlich gut abgeschnitten. Was sagt das über das Innovationsmanagement im Unternehmen aus?

Jens Muschner: Dass wir auf dem richtigen Weg sind. Denn wenn wir als BWI erfolgreich Innovationen hervorbringen möchten, müssen wir dafür auch schlanke, flexible Prozesse und Organisationsmethoden schaffen. Deshalb bewertet die wissenschaftliche Leitung von TOP 100 in dieser Kategorie, wie der Prozess von der Ideengenerierung bis zur Markteinführung gestaltet ist. Was alles dazu gehört, lassen die drei Bereiche erahnen, die unter das Kriterium „Innovative Prozesse und Organisation“ fallen. „Monitoring“, „Innovationsmanagement“ sowie „Instrumente und Methoden“ – diese Aspekte haben bei der BWI einen wichtigen Stellenwert.

Wie werden diese Aspekte im Innovationsprozess berücksichtigt?

Jens Muschner: Wir von der BWI-Innovationseinheit innoX beobachten kontinuierlich neue Trends und Technologien sowie Entwicklungen auf dem Markt, die für unseren Kunden Bundeswehr eine Relevanz haben. Außerdem nutzen wir Instrumente und Methoden wie Design Thinking, spezielle Veranstaltungsformate und das unternehmensinterne innoXplore-Tool, um Ideen zu aktivieren. Mit unseren innoX-Kampagnen gestalten wir den Innovationsprozess in der BWI aktiv mit, von der Ideengenerierung über die Umsetzung bis zur Einführung von konkreten Services. Mich freut besonders, dass unser kampagnenbasiertes Innovationsmodell im Vergleich zu den anderen Teilnehmern im Wettbewerb überdurchschnittlich leistungsfähig ist.

Überzeugendes Innovationskonzept – Ranga Yogeshwar, Mentor des TOP 100-Wettbewerbs gratuliert der BWI persönlichper Video.
 

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Welche Rolle spielen die BWI-Belegschaft und der Kunde Bundeswehr im Innovationsprozess?

Jens Muschner: innoX stellt alle innovationsfördernden Ressourcen zur Verfügung. Doch nicht die technologischen Möglichkeiten schaffen letztendlich Innovationen. Es sind die Menschen, die zündende Gedanken haben oder einen Leidensdruck beim Arbeiten verspüren und daraus beispielsweise in einer unserer Innovationskampagnen die Idee für einen neuen digitalen Service aufkeimen lassen. Diese können aus den eigenen BWI-Reihen entspringen oder im Dialog mit unserem Kunden Bundeswehr entstehen.

Kannst du ein Beispiel für ein Innovationsvorhaben nennen, dessen Idee aus der Bundeswehr kommt?

Jens Muschner: Ein gutes Beispiel dafür ist die Idee „Digitales Einkleiden“ aus der Kampagne „Alles ist adaptiv“. Sie stammt von vier Ideengeber*innen des Wehrwissenschaftlichen Instituts für Werk- und Betriebsstoffe, die für die passgenaue Einkleidung aller Soldat*innen der Bundeswehr verantwortlich sind. Durch ihre Initiative wird im gemeinsamen Experiment mit der BWI der gesamte Prozess des Einkleidens digitalisiert, und zwar durch eine KI-gestützte App und einen Kamerascan. Scan, Größenzuweisung, Bestellung und Lieferung – alles läuft über die App. Zudem binden wir bei unseren Innovationsvorhaben relevante Nutzer*innen aus der Bundeswehr aktiv mit ein – von der Idee bis zur ihrer Erprobung. Denn echte Innovation kann nur im Dialog mit unserem Kunden entstehen. Allein 165 Ideen von insgesamt 267 hat die Kampagne „Alles ist adaptiv“ binnen fünf Wochen aus der Bundeswehr einsammeln können.

Wie trägt innoX in der BWI konkret dazu bei, Innovationen anzustoßen?

Jens Muschner:In erster Linie möchten wir die Leute dazu anregen, sich mit Veränderung und Zukunftsthemen auseinanderzusetzen. Dazu setzen wir ständig neue Impulse: Wir stellen Trend-Expertise zur Seite, moderieren Zukunfts-Workshops und veranstalten Design-Sprints nach der Google-Ventures-Methode. Vor allem aber gibt es in der BWI ein Budget, um die Umsetzung der Top-5-Ideen eines Wettbewerbs mit finanziellen Mitteln zu fördern – eigentlich ist jede Top-5-Auswahl einer Kampagne eine interne Venture-Capital-Runde. Dieses Investment zielt darauf ab, dass die Ideenerprobung im Experiment erfolgreich ist und im Angebotsportfolio der BWI verstetigt werden kann.

Welches Resümee ziehst du aus der Auszeichnung und den bisherigen Innovationsvorhaben?

Jens Muschner: Ich bekomme viele Rückmeldungen, dass sowohl unsere BWI-Kolleg*innen als auch die Bundeswehrangehörigen Lust haben, an Ideen und Innovationen mitzuarbeiten. Das motiviert mich und ist für mich ein Anlass, selbst danke zu sagen. Ein großes Dankeschön an mein Team, an alle bei der BWI, die Ideen einreichen, Innovationsdenken mit uns weiter vorantreiben und sich nicht von ersten Rückschlägen entmutigen lassen. Und ein Dankeschön an alle Repräsentanten seitens unseres Kunden Bundeswehr für ihre Unterstützung. Wir freuen uns auf viele weitere gemeinsame Innovationsvorhaben.

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