Ausbau der Liegenschaftsnetze hat Priorität

Bundeswehr

Nachdem die Bundeswehr das Projekt zum Ausbau der IT-Leitungsnetze in den Liegenschaften zwischenzeitlich gestoppt hatte, wurde eine Neuplanung des Projektes notwendig. Nun läuft die Umsetzung des neuen Konzepts „optimierter LAN-Ausbau“ auf Hochtouren und hat die ursprüngliche, deutlich teurere Umsetzung ersetzt. Ausbau-Stopp und Überarbeitung des Konzepts haben dazu geführt, dass die Modernisierung der Liegenschaftsnetze auch in 2011 fortgeführt werden muss.

 

LAN-Ausbau wichtige Voraussetzung

Um notwendige Entscheidungen und damit das gesamte Projekt zu beschleunigen, haben Bundeswehr und BWI den LAN-Ausbau zu einem Top-Thema erklärt. Der LAN-Ausbau ist deshalb so wichtig, da die Liegenschaftsnetze in der jeweiligen Liegenschaft die Schnittstelle zum Weitverkehrsnetz der Bundeswehr (WANBw) bilden und den Datenaustausch zwischen den einzelnen Endgeräten vor Ort und den zentralen File-Ablagen und Verfahren übernehmen. Daher sind die lokalen Netze eine wesentliche Voraussetzung für den gesamten Betrieb, die schnelle und zuverlässige Nutzerunterstützung sowie die wichtige Verteilung von Sicherheits-Updates und -Patches.

 

Sonderprojekte bei optimiertem LAN-Ausbau

Als Grundlage für den optimierten LAN-Ausbau haben Bundeswehr und BWI jede Liegenschaft gemeinsam in Augenschein genommen. Diese so genannte Ersteinschätzung mündet in einem Realisierungsvorschlag und schließlich in einer Ausführungsplanung. Doch nicht alle Bundeswehr-Liegenschaftsnetze können nach dem gängigen Vorgehensmodell modernisiert werden, denn die Bundeswehr setzt zwischenzeitlich ebenfalls Bauprojekte in den Liegenschaften um. So erfordern beispielsweise die Standorte des Bundesverteidigungsministeriums in Bonn und Berlin besondere Lösungen. Rund 50 weiterer solcher Sonderprojekte gilt es ebenfalls im Zuge des optimierten LAN-Ausbaus zu realisieren.

 

Umsetzungsdauer verkürzen

Um die Umsetzungsdauer zusätzlich zu verkürzen sowie die Kosten weiter zu senken, setzt die BWI wo möglich eine neue Verkabelungstechnik ein. Mit der so genannten Mikrorohrverkabelung lassen sich Leitungen wesentlich schneller und unaufwändiger verlegen. Dieser Rohrverbund besteht aus 16 kleinen Rohren, die je nach Bedarf mit Glasfasern gefüllt werden können. So lassen sich die Verbindungen jederzeit erweitern. Des Weiteren werden sorgfältig – mit dem Nutzer in den Liegenschaften abgestimmte – Bauabschnittsplanungen umgesetzt, sodass mehrere Bauvorhaben gleichzeitig in Liegenschaften mit vertretbarer Einschränkung für einzelne Nutzer umgesetzt werden können. So werden beispielsweise die Liegenschaftsverkabelung außen (Primärnetze) und die strukturierte Verkabelung im Gebäudeinnere (Sekundär- / Tertiärverkabelungen) parallel vorangetrieben.

 

300 Liegenschaften für APC-Rollout geeignet

Zwischenzeitlich sind über 300 der 655 Bundeswehr-Liegenschaften in einem technischen Zustand, der für den PC-Rollout geeignet ist. Bis Ende 2011 sollen alle – auch unter Berücksichtigung der vorliegenden Erkenntnisse der Strukturanpassung der Bundeswehr – relevanten Standorte über moderne und leistungsfähige LANs verfügen.

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