2010: 10.000 neue Nutzer arbeiten mit SASPF

Unternehmen, Bundeswehr

Eine der Aufgaben im Projekt HERKULES ist die Einführung der Standard-Anwendungs-Software-Produkt-Familien, kurz SASPF. Mit dieser SAP-basierten Lösung schafft die Bundeswehr eine einheitliche IT-Landschaft für ihre administrativen und logistischen Prozesse. Insgesamt 26.000 Nutzer hat die BWI bereits mit SASPF ausgestattet, rund 10.000 davon kamen allein im Jahr 2010 hinzu. Nach Abschluss des Projekts sollen rund 45.000 Bundeswehr-Angehörige mit der Software arbeiten können.

 

Meilenstein: Einführung von SASPF in 1. Panzerdivision

Die Einführung von SASPF in der 1. Panzerdivision und damit im ersten militärischen Großverband der Bundeswehr war ein besonderer Meilenstein. Teile der 1. Panzerdivision werden im Jahr 2011 nach Afghanistan verlegt. Dank erfolgreicher Umstellung auf SASPF können sie während des Auslandseinsatzes auf logistische Verfahren und Vorgänge im Heimatland zugreifen.

 

SASPF-Einführungen in 2010

In den zurückliegenden zwölf Monaten hat die BWI auch die 13. Panzergrenadierdivision auf die neue IT-Lösung umgestellt ebenso wie die Heeresfliegerwaffenschulen in Bückeburg und Celle, die Heeresfliegerunterstützungsstaffel 1 und das künftige Hubschraubergeschwader 64 in Holzdorf, alle fünf Distributionszentren der Bundeswehr, das Materialwirtschaftszentrum Einsatz der Bundeswehr und das Sanitätskommando IV. Darüber hinaus kann die Bundeswehr bei der Planung und Bewirtschaftung ihrer Haushaltsmittel sowie bei ihrer Soll-Organisationsplanung jetzt weitgehend mit SASPF arbeiten.

 

Vorteile durch einheitliche IT-Verfahren

Insgesamt hat die BWI im Jahr 2010 Funktionalitäten aus mehreren SASPF-Releases bei ihren Anwendern ausgerollt. Die Verbesserungen sind vielfältig: So hat die Bundeswehr nun beispielsweise ein einheitliches Werkzeug, um ihren Haushalt zu planen. Damit ist die Bundeswehr ihrem Ziel näher gekommen, den gesamten Haushalt – von der Planung über die Verteilung bis hin zur Abrechnung – in SAP abzubilden. Für die Distributionszentren in den Materialdepots bedeutet die Einführung, dass sie ihre Eigenversorgung und Lagerhaltung mit der neuen Software steuern können.

 

Moderne Serversysteme ermöglichen Betrieb

Bundeswehr und BWI haben beim Projekt SASPF unterschiedliche Verantwortlichkeiten. Während die Bundeswehr die Realisierung der Anwendungssoftware verantwortet, stellt die BWI in diesem Prozess qualifizierte Entwickler und übernimmt in eigener Verantwortung die flächendeckende Einführung der verschiedenen Versionen. Sie führt die Schulung der Nutzer und den anschließenden Betrieb der IT-Lösung in den Rechenzentren, die die BWI mit modernen Serversystemen ausgestattet hat. Eine wichtige Voraussetzung für den Betrieb von SASPF für die große Anzahl an Nutzern.

Viele Abläufe werden mit SASPF wesentlich wirtschaftlicher, zuverlässiger und benutzerfreundlicher. Nun werden viele relevante Informationen erstmals zentral und standardisiert verwaltet und aktualisiert.

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