Server Virtualisierung: Skalierbare Groupware ersetzt lokale Einzellösungen
 

Eigentlich wollte Fabian Lawrence nicht zur Bundeswehr, aber es kam anders, ganz anders. Nach der Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration beim Bayerischen Rundfunk und der anschließenden Weiterbildung zum Senior IT Administrator informierte er sich über neue Karrieremöglichkeiten. „Ich suchte damals eine neue Herausforderung im Netzwerkmanagement und der Datacenter Automation“, erinnert sich der heute 32-Jährige. In einem Bewerbungsportal stieß er auf eine passende Stellenausschreibung der BWI. Die Gespräche verliefen optimal und Lawrence  wurde Teil des Teams. Mittlerweile sind eineinhalb Jahre vergangen und er brennt noch immer wie am ersten Tag für seinen Job. 


Server Virtualisierung steigert die Effizienz


In der Abteilung Virtualization arbeitet er zusammen mit 15 Kolleg*innen, an einer einheitlichen Groupware-Landschaft. Die Virtualisierung erlaubt es, Computer-Ressourcen transparent zusammenzufassen, diese aufzuteilen oder ein Betriebssystem innerhalb eines anderen auszuführen. Ein Vielfaches an virtuellen Gastsystemen können auf nur einem physischen Server laufen, ganz gleich, ob es sich dabei um Windows oder Unix-Systeme handelt. Das ist umweltfreundlich und günstiger – weniger physische Server verbrauchen eben auch weniger Strom. Außerdem können Wartungsfenster besser geplant werden, da laufende Systeme unterbrechungsfrei verschoben werden können, dies inzwischen auch ohne zentrales Speichersystem. Seine Aufgabe als Senior System Engineer ist es, dafür zu sorgen, dass die Virtualisierung für die BWI und dem Kunden jederzeit zuverlässig zur Verfügung steht. 

Zum Bereich Virtualization gehört auch das Projekt GroupwareBw, in das er stark eingebunden ist. Als IT-Systemhaus und Digitalisierungspartner der Bundeswehr stellt die BWI hier eine moderne Kollaborationsplattform für rund 190.000 Anwender*innen der Bundeswehr bereit. Die bestehende IT-Infrastruktur wird durch eine einheitliche, standardisierte und skalierbare Softwareplattform ersetzt, die auf Microsoft-Produkten basiert. Darin enthalten sind E-Mail, Informations- und Datenaustausch sowie Audio-, Video- und Chatlösungen. Bisherige Einzellösungen werden zu einer einheitlichen und ineinandergreifenden Tool- und Prozesslandschaft harmonisiert.

Durch die Harmonisierung können unter anderem Geschäftspartnerdaten (Kontaktdaten) und Aktivitäten (Termine und Aufgaben) zwischen SAP und einer neu aufgebauten standardisierten Groupware Lösung (Microsoft Outlook) ausgetauscht werden. Dies ermöglicht es Nutzer*innen, die für ihre Arbeitsprozesse wesentlichen Groupware-Anwendungen weiterhin zu verwenden und gleichzeitig sicherzustellen, dass die relevanten Daten im SAP-CRM-System zur Verfügung gestellt werden.

„Einfach erklärt: Ich schaffe mit der Virtualisierung, die Grundlagen für Server Infrastruktur von großen Unternehmen zum Beispiel in den Bereichen Social Media/Messenger, Videostreaming oder Onlineshopping“, sagt Lawrence. Ohne seine Arbeit und die seiner Kolleg*innen würden solche Selbstverständlichkeiten im Alltag nicht funktionieren. Auch wenn der Kunde nicht jede mögliche Komponente nutzt – fragt er diese eines Tages an, kann die jeweilige Anwendung innerhalb eines Use-Cases aufgebaut werden. 


Teamleiter als nächster Karriereschritt


„Die Virtualisierung wandelt sich derzeit sehr stark“, weiß Fabian Lawrence. So biete der US-amerikanische Hersteller VMware immer neue Lösungen an, zum Beispiel im Bereich Speichersysteme oder Netzwerk. „Das ist ein spannendes Thema, die Komplexität steigt stetig“, sagt Lawrence, für den es bei der BWI so schnell nicht langweilig wird. Er hat bei der BWI auch noch einiges vor:„Ich möchte mich als Nächstes zur Führungskraft weiterentwickeln“. Mit seinem Abteilungsleiter hat er bereits einen Termin für die Fortbildung zum Teamleiter festgelegt. Auch die Berechtigung, ausbilden zu dürfen, folgt in Kürze. Den ersten Auszubildenden wird er bereits noch in diesem Jahr fachlich begleiten und ihn bei allen organisatorischen Fragen unterstützen. 

Fabian Lawrence hat eine eigene Philosophie, die ihn schon vor seinem Engagement bei der BWI ausgezeichnet hat: „Egal wie schwer eine Aufgabe erscheint, einen Versuch ist es immer wert.“ Seine Entscheidung bei der BWI die IT der Bundeswehr zu gestalten, hat er bis heute nicht bereut. 
 

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