Portfolio-Manager Sebastian Knoblauch: Nie aufhören, sich weiterzuentwickeln

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Redaktion BWI

Karriere

Sebastian begeisterte sich schon als Kind für Technik aller Art. Und als er seinen ersten PC bekam, war seine Leidenschaft für Computertechnik geweckt. So war es für ihn im Jahr 2012 schließlich eine leichte Entscheidung, eine Ausbildung zum Fachinformatiker bei der BWI zu beginnen. Das Ausbildungsformat mit Praxis im Büro und der Theorie als Blockunterricht klang ideal und auch das Ziel der BWI, die Digitalisierung Deutschlands im großen Maße voranzutreiben, motivierte ihn. Und heute, acht Jahre nach seinem Start beim IT-Dienstleister der Bundeswehr gestaltet Sebastian die Digitalisierung der Truppe mit. Er und sein Team bündeln die vielfältigen Services der BWI zu Paketen, sodass es den Bundeswehr-Entscheidern leichter fällt, die richtigen digitalen Lösungen auszuwählen.

 

Zum Job noch das Studium – geht das?

Nach der Ausbildung zum Fachinformatiker, bei der Sebastian auch das Zertifikat zum Fachberater Integrierte Systeme erwarb, arbeitete er als Systemadministrator. Doch er war hin- und hergerissen: „Ich wollte ein Bachelor-Studium anschließen, aber auch meinen Job nicht aufgeben. Fachlich, menschlich – die Arbeit bei der BWI hat mich begeistert“, berichtet Sebastian.

 

Und tatsächlich brauchte er keine Kompromisse eingehen, denn bei der BWI ist nach der IHK-Ausbildung auch ein Duales Studium möglich. Sebastian arbeitete weiterhin als System Administrator im Bereich Fileservice, der Laufwerke und Speicherplatz für die Bundeswehr bereitstellt, während er parallel an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg Wirtschaftsinformatik studierte und schließlich mit dem Bachelor of Science abschloss. „Es war natürlich anspruchsvoll, alles unter einen Hut zu bekommen“, sagt er. „Aber genau das hat mich angespornt. Für mich war deshalb schnell klar, dass ich auch noch den Master anschließen will.“

Sebastian Knobloch auf Reisen in Belgrad © privat © privat

Zwar hätte er auch dieses Studium dual über die BWI machen können. Aber Sebastian hatte sich schon auf den internationalen Studiengang Information Systems eingeschossen. Der wurde an der Universität Köln angeboten, nicht jedoch an den Partnerhochschulen der BWI. In einem anderen Unternehmen wäre hier wohl Schluss gewesen, Sebastian hätte sich zwischen Masterstudium und Job entscheiden müssen. Vielleicht gibt es ja aber doch einen Weg, dachte sich Sebastian – und wandte sich an seinen Vorgesetzten. Der kannte Sebastians Engagement und gute Arbeit bestens und versprach, seinen Plan gegenüber der Personalabteilung zu unterstützen. Und tatsächlich: „Ich bekam die Möglichkeit, trotz des externen Studiums weiter in Teilzeit bei der BWI zu arbeiten.“  

 

Portfolio Management: Von Beginn an mitgeprägt

Kurz bevor Sebastian mit dem Masterstudium startete, wurde bei der BWI die Abteilung Portfolio Management gegründet. Ein Aufgabenfeld, das für Sebastian wie gemacht schien: Hier würde er sein theoretisches, methodisches, aber auch fachlich-technisches Know-how aus dem Studium gleich in der Praxis anwenden können. Also bewarb er sich intern und wurde genommen.

Seitdem ist er in Teilzeit im Teilbereich Catalogue Management tätig und wird das Masterstudium voraussichtlich im Sommer 2020 abschließen. Aufgabe seines Bereichs ist es, aus den zahlreichen einzelnen Services der BWI sinnvolle und standardisierte Pakete zu schnüren. „Nehmen wir an, eine Liegenschaft der Bundeswehr braucht Drucker. Natürlich können wir die liefern – aber daraus allein entsteht noch kein Mehrwert. Mein Team und ich bündeln diesen Service also beispielsweise mit einem weiteren für die Bereitstellung der zugehörigen Arbeitsplatzcomputer. Oder einem für die Netzwerkanbindung“, erklärt Sebastian.

Wichtig ist sein Job vor allem, weil die Fülle an Services und Leistungspaketen der BWI komplex ist. Von Konzeption und Aufbau einer Cloud-Plattform über die Implementierung von Intranet- und Web-Applikationen bis hin zu Lösungen im Bereich IT-Sicherheit haben Bestellberechtigte der Bundeswehr die Wahl aus über 150 Services und Produkten. Theoretisch. Denn der Kunde sollte gar nicht wählen müssen. Deshalb sorgen Sebastian und seine Kollegen dafür, dass die Bundeswehr von dieser Komplexität gar nichts zu spüren bekommt. Der Kunde erhält einfach die Lösung, die zu seinen Anforderungen passt.

„Ich möchte dazu beitragen, dass die BWI ein transparenter IT-Dienstleister ist.”

Sebastian Knoblauch, dualer Masterstudent Portfolio-Management

Projekt „Booster“: Mehr Transparenz über alle Services

Seit Kurzem arbeitet Sebastian auch im neu aufgesetzten Projekt „Booster“. Ziel des Vorhabens ist, die Transparenz des BWI-Portfolios noch weiter zu verbessern. Dazu nehmen Account Manager die Wünsche des Kunden auf und finden idealerweise im Katalog der BWI passende Pakete, um diese Wünsche zu erfüllen. Dann kann die Einführung einer neuen Lösung ganz schnell gehen. Damit das gelingt, definieren Sebastian und sein Team im Rahmen von „Booster“ also immer wieder neue Leistungspakete oder passen bestehende an neue Kundenwünsche an. Für Sebastian eine spannende Aufgabe, da er seine erlernten Kompetenzen einsetzen kann und sich zugleich einer besonderen Herausforderung stellen darf: Wenn sich ein einzelner Service verändert, kann sich das auf große Teile des Portfolios auswirken.

„Wir haben beispielsweise ein Leistungspaket namens ‚Managed Workstation‘, bei dem wir einen Arbeitsplatzcomputer bereitstellen und uns um die Wartung kümmern. Bislang war dabei immer auch ein Betriebssystem enthalten. Will ein Kunde nun die Workstation nutzen, aber seine eigenen Systemlizenzen verwenden, kommen wir ins Spiel.“ Das Catalogue Management muss dann entscheiden: Sollte das bestehende Paket verändert werden? ist ein zusätzliches Paket erforderlich? Oder ist die Anforderung so spezifisch, dass die Pakete unverändert bleiben und nur im konkreten Fall auf das Betriebssystem verzichtet wird? Eine anspruchsvolle Aufgabe, die ein tiefes Detailwissen und ein Verständnis für komplexe Zusammenhänge und Abhängigkeiten erfordert. Man muss abstrakt denken, sich aber auch in den Kunden hineinversetzen können – ein besonderer Reiz für Sebastian.

 

Neue Projekte, neue Herausforderungen

„Wir versuchen, möglichst standardisierte Lösungen umzusetzen. Also solche, die nicht erst an die IT-Landschaft oder Spezialanforderungen des Kunden angepasst werden müssen. So können wir die Lösungen schneller implementieren und besser pflegen. Standardisierte Produkte bieten für alle Beteiligten Vorteile, versprechen sie doch bessere Planbarkeit und ein geringeres Risiko. Sebastians Team arbeitet auch eng mit anderen Teams im Portfolio Management zusammen, in denen neue Services entstehen. „Gemeinsam bauen Catalogue Management und Serviceentwicklung das Angebot immer weiter aus. Der BWI erleichtern wir es so, die zahlreichen Services in strukturierter Form anbieten zu können und letztlich schneller zu erbringen.“

 

Spannende Projekte, wechselnde Gesprächspartner oder das Hineindenken in die Anforderungen der Bundeswehr – es gibt immer wieder Neues zu erleben. Diese Freude an der Abwechslung treibt Sebastian heute an. Auch in seiner Freizeit sucht der leidenschaftliche Sportfan daher nach immer neuen Herausforderungen: sei es beim Fußball, beim Laufen, Radfahren oder Bouldern. Das war nicht immer so. „In den letzten Jahren bin ich regelrecht gewachsen, vor allem in Sachen Eigeninitiative und Selbstvertrauen. Man traut sich durch die Arbeit mehr zu – in allen Lebensbereichen“, meint Sebastian. Und das ist vielleicht das Allerwichtigste bei einer Karrierelaufbahn.
 

Sebastian Knobloch im Fußballstadium © privat © privat

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