Microsoft SharePoint bei der BWI: Integration einer webbasierten Kollaborations-Lösung

Karriere

Eigentlich würden Lieselotte Dufey-Reyes und Tobias Bravmann gerne öfter zusammensitzen, um über Kundenanforderungen beim UX-Design zu reden und darüber, wie sie sich umsetzen lassen. Aber im Moment kommen beide kaum von ihrem Schreibtisch weg, denn eine Telko jagt die andere. „Wir haben gerade einen sehr hohen Abstimmungsbedarf – sowohl im Team als auch mit dem Kunden – weil wir vom Design-Stadium unserer SharePoint-basierten Groupware-Lösung in die Transitionsphase übergehen. Da sind alle Services aktiv gefordert“, sagt Tobias Bravmann.
 
Lieselotte Dufey-Reyes geht es ähnlich, auch wenn der Schwerpunkt bei ihr etwas anders liegt. „Bei mir sind es vor allem Kundenmeetings, für die ich regelmäßig Demos vorbereite. Damit zeige ich dem Kunden zum Beispiel, wie deren Anforderungen in Sharepoint umgesetzt werden könnten, unter Integration weiterer Microsoft-Produkte wie z. B. Outlook, um dann zu besprechen, ob unser Lösungsvorschlag mit den Kundenerwartungen übereinstimmt.“


Groupware-Lösung für 190.000 Nutzer*innen


Das klingt, als wären beide an verschiedenen Fronten aktiv. Aber tatsächlich arbeiten beide für das gleiche Ziel. Die Abteilung von Lieselotte Dufey-Reyes und Tobias Bravmann erstellt Servicearchitekturen und Solution Designs in den Bereichen Kollaboration sowie Dokumenten- und Content Management für die Bundeswehr. Dabei liegt ein wichtiger Fokus auf der Konzeption und Programmierung von webbasierten Lösungen innerhalb von Microsoft SharePoint. 

„Eines der wichtigsten aktuellen Projekte ist GroupwareBw. Hierfür erstellen wir eine Gesamtarchitektur und verzahnen mehrere Services, um Lotus Notes abzulösen“, sagt Tobias Bravmann. Denn für rund 190.000 Nutzer*innen bei der Bundeswehr soll eine moderne Kollaborationsplattform mit aktuellen Produkten von Microsoft angeboten werden, die eine zuverlässige Zusammenarbeit der Nutzer sicherstellt.


Beraterin und erfahrene SharePoint-Spezialistin


Lieselotte Dufey-Reyes ist für die Beratung zuständig und steht im ständigen Austausch mit ihren Ansprechpartner*innen bei der Bundeswehr. Die Herausforderung dabei: Bei SharePoint sind Standards nicht auf Knopfdruck verfügbar. Jede Lösung muss konzipiert, gestaltet und konfiguriert werden, wenn sie die Anforderungen des Kunden abbilden soll. „Diese Anforderungen muss man erst einmal verstehen und dann in entsprechende Lösungen übersetzen“ erklärt Dufey-Reyes. 

Die Beraterin kann beides. Schon 2009, während einer firmeninternen Six Sigma Green Belt Ausbildung, erkannte Lieselotte Dufey-Reyes die Vorteile von SharePoint und beschäftigte sich intensiv mit der Webanwendung. Kurz darauf nutzte sie die Gelegenheit, SharePoint mit individuellen Modulen für eine Abteilung ihres damaligen Arbeitgebers aufzubauen. Das kam so gut an, dass danach alle Abteilungen mit der Software arbeiten wollten. So erhielt Lieselotte Dufey-Reyes den Auftrag, die Software im ganzen Unternehmen auszurollen. 

Als sie dann im Oktober 2018 von der BWI zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wurde und die Chance bekam, eines der größten SharePoint-Projekte in Europa mitzugestalten, sagte sie spontan zu – obwohl sie bereits ein anderes Angebot in der Tasche hatte. „Das hat mir damals zwar ein paar schlaflose Nächte bereitet, die haben sich aber gelohnt“, sagt sie lachend. 


Vom Tontechniker zum IT-Nerd


Fordert der Kunde spezielle Lösungen, abseits der Standardlösungen (sogenannte Bordmittel) von SharePoint, übernimmt Tobias Bravmann. Denn wenn er nicht gerade Architekturkonzepte erstellt oder technische Bewertungen durchführt, programmiert der IT-Architekt Anwendungen für unterschiedlichste Use Cases auf SharePoint. Zum Beispiel eine Software für das Fuhrpark-Management der Bundeswehr, eine Applikation zum Management von Veranstaltungen – oder eben auch Lösungen, die sich nicht mit Bordmitteln realisieren lassen.

Das dafür nötige Know-how legte sich Tobias Bravmann durch einen beruflichen Neustart zu. „Ich war zunächst Tontechniker beim Radio, habe mich aber stark für Computer interessiert, weil damals die gesamte analoge Tontechnik innerhalb weniger Jahre durch PC und Software ersetzt worden ist – seitdem haben mich Bits und Bytes fasziniert.“ 
Tobias Bravmann folgte diesem Interesse und machte eine Ausbildung zum Fachinformatiker Systemintegration. Zur BWI kam er 2009, als er bei einem externen Dienstleister an einem IT-Projekt für die Bundeswehr arbeitete. „Zu dieser Zeit wurden viele Leute gesucht, und die Chance wollte ich mir nicht entgehen lassen.“
 


Nächstes Ziel: noch besser werden


Was beide in ihrem Job täglich aufs Neue begeistert, sind die Vielfalt der unterschiedlichen Aufgaben, der intensive Austausch mit den Teamkolleg*innen und dem Kunden sowie die Überzeugung, mit ihrer Arbeit einen echten Mehrwert für die Zusammenarbeit bei der Bundeswehr zu schaffen. „Außerdem haben wir einen großen Freiraum bei der Gestaltung unserer Lösungen“, sagt Lieselotte Dufey-Reyes.

Genau dieser Freiraum ist es auch, der Tobias Bravmann und Lieselotte Dufey-Reyes zu ihren nächsten Karrierezielen motiviert. „Ich möchte eine DevOps-Pipeline für die Abteilung aufbauen, um die internen Prozesse bei der Produktivsetzung unserer Lösungen zu optimieren. Hierfür würde ich mich gerne weiterqualifizieren“, sagt Tobias Bravmann.

Und Lieselotte Dufey-Reyes? Sie würde gerne ihre Beratungskompetenzen ausbauen. „Ich möchte meinen technischen Background erweitern, mehr über Anwendungsentwicklung und andere Microsoft-Produkte wissen, damit ich den Kunden noch umfassender unterstützen kann.“ Auch diese zwei Wege ergänzen sich perfekt, weil sie letztlich dem gleichen Ziel dienen, an dem sich das gesamte Team rund um Lieselotte Dufey-Reyes und Tobias Bravmann orientiert: Mehrwert für die Bundeswehr zu schaffen
 

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