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Julia Gade: Angekommen in der neuen, alten Heimat

Redaktion BWI

Karriere

Ein Spätsommertag in Göttingen. Touristen wie Einheimische treffen sich am zentralen Gänseliesel-Brunnen, dem Wahrzeichen der gemütlichen Universitätsstadt. Auch Julia Gade ist hier mit ihren Freundinnen verabredet, um gemeinsam durch die Altstadt zu schlendern und später ein Eis auf dem Marktplatz zu genießen. Es ist 17.30 Uhr und gerade einmal eine halbe Stunde her, dass Julia Gade ihren Heimarbeitsplatz für heute verlassen hat. Bis in die Göttinger Innenstadt sind es nur wenige Minuten...

„Wäre ich um diese Uhrzeit an meinem bisherigen Arbeitsort München losgefahren, hätte ich noch lange nicht Feierabend gehabt“, sagt Julia Gade rückblickend auf die Zeit vor der Corona-Pandemie. Zwar lag ihre Wohnung gerade einmal zwölf Kilometer vom BWI-Standort Dachauer Straße entfernt, doch der berüchtigte Münchner Feierabendverkehr ließ sie selten unter einer Dreiviertelstunde Fahrtzeit zu Hause ankommen. „Morgens lief natürlich das gleiche Spiel, nur in die andere Richtung“, sagt Julia Gade, weshalb sie – nach eigenen Angaben kein echter Morgenmensch – immer zeitig starten musste, um gegen 7 Uhr im Büro zu sein.

BWI Recruiting: Gut abgestimmt durch wöchentlichen Online-Jour Fixe

Seit 2018 arbeitet die 43-Jährige im HR-Bereich der BWI am Standort München – zunächst als Personalberaterin und seit Mai dieses Jahres im Recruiting. Julia Gade liebt ihren Job und fühlt sich wohl im Team, das Abteilungsleiter Dirk Bickel von Bonn aus führt. Dort sind auch die meisten der zurzeit 15 Kolleg*innen ansässig; zwei weitere Kolleg*innen arbeiten in München, eine in Berlin sowie ein Kollege in Hannover. „Pflichtveranstaltung“ für alle ist der Online-Jour Fixe – eine wöchentlich stattfindende Webex-Konferenz, in der sich die Teammitglieder abstimmen und gegenseitig auf den neuesten Stand bringen.

Julias Aufgaben und die ihrer Kolleg*innen umfassen den gesamten Recruiting-Prozess – von der Ausschreibung neu zu besetzender Stellen bis zur Vertragsunterzeichnung durch die „Zielkandidat*innen“, wie es in der Fachsprache heißt. „Ich halte mich für eine disziplinierte Person und bin gerne pünktlich“, sagt Julia Gade über sich selbst. Doch auch ein früher Arbeitsbeginn kann seine Tücken haben: „Es kommt schon vor, dass wir Bewerber*innen erst spätnachmittags oder in den frühen Abendstunden interviewen können. Dann wird ein zeitig begonnener Arbeitstag ziemlich lang und der Versuch, pünktlich Feierabend zu machen, bleibt ein Versuch.“ Das Arbeitszeitgesetz wird natürlich beachtet.

Dass die BWI-Recruiter*innen von Beginn der Corona-Pandemie an sämtliche Job-Interviews per Videokonferenz und nicht – wie vorher üblich – im Präsenztermin nahezu problemlos führen konnten, hat Julia Gade positiv überrascht: „Auch alle weiteren Aufgaben, für die ich früher täglich durch den zähen Münchner Berufsverkehr zur BWI und wieder zurück gependelt bin, waren plötzlich von zu Hause aus leistbar. Erst die neue Situation hat mir wirklich bewusstgemacht, welche Zeit ich nun gewonnen – und früher verloren – hatte“, sagt sie. Ausgestattet mit modernen Kommunikationsmitteln, über die alle Mitarbeiter*innen der BWI verfügen, hat die Recruiterin sich problemlos an die Online-Arbeit gewöhnt und schließlich für sich entschieden, ihr (Berufs-)Leben zu verändern.

Mehr Effektivität und mehr Flexibilität für die gesamte BWI

Auch in der Chefetage der BWI wurde umgedacht: Die Arbeit von zu Hause klappte durchweg gut, und mit dem Projekt „Delivering Future Work“ hat die Unternehmensleitung die Weichen gestellt für ein ortsflexibles und zukunftsfähiges Arbeiten innerhalb der BWI. Alle Mitarbeiter*innen sollten von nun an selbst entscheiden dürfen, von wo aus sie arbeiten wollen. Das Ziel: mehr Variabilität, beispielsweise hinsichtlich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, und mehr Effektivität und Flexibilität für die gesamte BWI.

„Als wir gefragt wurden, wie wir künftig arbeiten möchten, war für mich relativ schnell klar, dass ich sogar zwei Veränderungen wollte“, erklärt Julia Gade: Weiter heimbasiert arbeiten – sowie darüber hinaus in ihre Heimatstadt Göttingen zurückkehren. Dort lebt ihre Mutter, und dann gibt es da auch noch einen recht intakten Freundeskreis „von früher“. Also hieß es nach fast 19 Jahren in Bayern: Zurück nach Niedersachsen – vertraglich geregelt per geschlossener Zusatzvereinbarung zum bestehenden Arbeitsvertrag mit der BWI, den Julia Gade seit August in heimbasierter Telearbeit erfüllt.

Julias neue erste Tätigkeitsstätte ist übrigens Hannover, wo sie hin und wieder auch persönliche Vorstellungsgespräche wahrnimmt, unter anderem mit Bewerber*innen aus der Region Nord. Das bedeutet kürzere Fahrzeiten für alle Beteiligten und trägt obendrein zum Klimaschutz bei. Denn Hannover als geografisch nächster BWI-Standort ist von Göttingen aus in einer guten halben Stunde mit dem ICE erreichbar. Die verkehrsgünstige Anbindung ist auch darüber hinaus nicht unwichtig: „Im Recruiting gibt es ja auch Aufgaben, bei denen wir nach Corona wieder verstärkt vor Ort sein wollen“, sagt Julia Gade. Dazu zählten unter anderem Einsätze auf Job- und Karrieremessen sowie auch die persönlichen Auswahlgespräche, die sich „live“ einfach besser führen ließen.

Von der Führungskraft unterstützt

Sehr dankbar ist Julia Gade übrigens ihrer Führungskraft Dirk Bickel: Er war nicht nur einer der Ersten bei der BWI, der von Julia Gades Vorhaben erfuhr und sie bei diesem Schritt unterstützt hat, sondern habe, betont sie, „sich prima um alles gekümmert, etwa um die ordnungsgemäße Versetzung von München nach Hannover und dafür alles den Arbeitsschutz und die Sicherheit Betreffende geregelt.“

Die flexiblen Formen der Arbeit, die bei der BWI jetzt ermöglicht werden, begrüßt auch der Recruiting-Leiter Dirk Bickel: „Vor der Corona-Pandemie wäre ich hinsichtlich eines rein heimbasierten Arbeitsplatzes vermutlich skeptischer gewesen, weil mir der Teamgedanke immens wichtig ist. Doch die Erfahrung zeigt, dass es auch in Heimarbeit sehr gut funktionieren kann. Und durch regelmäßige Team Meetings und zusätzliche Socializing-Termine haben wir uns unseren großartigen Teamgeist im Recruiting erhalten können. Von daher freue ich mich sehr, dass wir bei Julia eine so gute Lösung finden konnten.“

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