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Frank Thelen: Mit flexiblem Arbeitsmodell bei der BWI gestartet

Redaktion BWI

Karriere

Ortstermin Koblenz, Sitz des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw): In der Gneisenau-Kaserne stimmen sich heute Vertreter*innen der Abteilung Informationstechnik und der BWI ab. Zu dem im September stattgefundenen Termin hatten Impfquote und 3G-Regel noch die Präsenz der Teilnehmer*innen vor Ort möglich gemacht. Bei den heute geltenden Corona-Auflagen finden Abstimmungsgespräche wie diese selbstverständlich online statt – es sei denn, sie sind zwingend notwendig oder unvermeidbar.

Im September waren es drei BWI-Kollegen, die den Kunden vor Ort treffen. Bereits vor dem offiziellen Beginn des Termins konnten sie sich etwas Zeit zum persönlichen Austausch nehmen. Auf bald hoffentlich wieder mögliche „reale“ Begegnungen freuen sich alle – vor allem der Neuzugang im Team, Frank Thelen: „Ein kurzes Gespräch auf einen Kaffee ist, wenn man wie ich noch gar nicht so viele Kolleg*innen persönlich getroffen hat, ein sehr wertvoller Moment“, findet er. Frank arbeitet seit Juni 2021 im BWI Account Management und betreut dort die drei Schwerpunktthemen WAN, LAN und W-LAN.

Auch aufgrund mobiler Telearbeit für die BWI entschieden

Mitten im Lockdown Anfang 2021 hatte sich Frank bei der BWI beworben. Das Projekt  Delivering Future Work (DFW) befand sich in Planung, war aber noch nicht umgesetzt. Als das immer absehbarer wurde, interessierte sich der Vertriebsprofi, der seit über 20 Jahren für Industrieunternehmen in der Mitte Deutschlands unterwegs ist, erst recht für das IT-Systemhaus der Bundeswehr als potenziellen neuen Arbeitgeber: „Meine Entscheidung für die BWI hängt unter anderem mit der Möglichkeit zusammen, mobil zu arbeiten“, so der 50-Jährige, der das als klare Verbesserung gegenüber seinem letzten Arbeitgeber empfindet: „Mein vorheriger Job, bei einem Hersteller von IT-Sicherheitskomponenten, hat mir auch Spaß gemacht. Doch das ständige aufwändige Pendeln zwischen dem Firmensitz in Köln, meinem Wohnort Kaisersesch (Rheinland-Pfalz) und einem Reisegebiet, das sich über beinahe ganz Deutschland erstreckte, hat extrem viel Zeit gekostet“, sagt Frank. Viele Möglichkeiten, die langen Fahrtzeiten in effektive Arbeitszeit umzuwandeln, habe es dabei nicht gegeben.

Bereits nach wenigen Monaten bei der BWI weiß Frank zu schätzen, dass er für die BWI mit seinem Dienstfahrzeug direkt vom Wohnort zum Kundentermin fahren kann. 40 Kilometer sind es beispielsweise von dort zum BAAINBw in Koblenz, wohin er nach dem Ende der Homeoffice-Pflicht, wieder häufiger fahren wird. Darüber hinaus entscheidet er selbst, ob er telefonisch oder vor Ort am Gespräch teilnehmen möchte. Kolleg*innen, die wie Frank zu ihrem Arbeitsvertrag eine Zusatzvereinbarung über alternierende oder heimbasierte Telearbeit geschlossen haben, können – wo dies gut passt und sorgfältig mit Führungskraft und Team abgestimmt ist – auch mobil arbeiten. Ihren Arbeitsort zwischen erster Tätigkeitsstätte, dem Arbeitsplatz zu Hause oder unterwegs beim Kunden – können und sollen die Mitarbeiter*innen dabei selbst wählen.

„Meine Entscheidung für die BWI hängt unter anderem mit der Möglichkeit zusammen, mobil zu arbeiten“

Frank Thelen, Account Manager BWI

Denn das Leben findet nicht nur am Arbeitsplatz statt…

„Beide – die BWI und ich – gewinnen effektive Arbeitszeit“, ist Frank überzeugt. Man könne zwar auch vom Auto aus zumindest passiv mittels Freisprecheinrichtung Telefonate führen, aber doch nicht effizient aktiv arbeiten und Projekte vorantreiben. „Durch das flexible Arbeitsmodell kann ich meinen Tag bewusster gestalten und besser planen – was sich auch außerhalb der Arbeitszeit positiv bemerkbar macht“, betont Frank. Denn das Leben findet ja nicht nur am Arbeitsplatz statt: „Meine beiden Kinder im Teenageralter sind zwar schon sehr selbstständig, wenn es aber etwas zu besprechen gibt, sie Unterstützung in der Schule benötigen oder mal ein ‚Fahrdienst‘ ansteht, dann möchte ich mir Zeit nehmen können und für sie da sein – und das nicht nur telefonisch“, so Frank.

Seinen Ausgleich findet Frank auf zwei bzw. vier Rädern: „Mein Wohnort liegt nahe der Mosel und damit landschaftlich so reizvoll, dass ich mich einfach nur auf mein Mountainbike setzen und direkt vor der Haustür losfahren kann“, schwärmt er von gemeinsamen Mountainbike-Touren mit Freunden – oder auch allein. Franks zweite große Leidenschaft ist das Schrauben an und das Fahren in seinem Oldtimer.

Regelmäßiger persönlicher Austausch ist wichtig

Franks Führungskraft Heinz Karl leitet eines der Key Account Teams „Bundeswehr“ der BWI mit zurzeit zehn Kolleg*innen. Auf die Frage, wie er die neuen Arbeitsmodelle für sein Team bewertet, spricht er Chancen wie Risiken offen an: „Das selbstständig organisierte und mobile Arbeiten ist eine typische Umfeldbedingung, wenn man im Account Management tätig ist. Sie steigert meiner Erfahrung nach die Produktivität unserer Key Account Manager“, so Heinz. „Dazu gehört auch, dass die Kolleg*innen ihren Arbeitsort täglich flexibel wählen und beispielsweise direkt von zu Hause zu ihren Terminen fahren können – oder umgekehrt – und dadurch viel Fahrtzeit sparen. Der Nachteil: Wenn das Team sich seltener trifft, leidet der aktive persönliche Austausch. Um den Kontakt untereinander wieder aufzufrischen, sorgen wir als verantwortliche Führungskräfte für regelmäßige Präsenztreffen – sofern es die jeweils geltenden Corona-Bestimmungen zulassen. Alternativ nutzen wir in unseren Telefongesprächen so oft wie möglich die Videofunktion“.

Einen Vertrauensvorschuss an einen BWI-Neuzugang zu vergeben, indem man ihm im Rahmen der Zusatzvereinbarung über alternierende Telearbeit mobiles Arbeiten ermöglicht, sieht Heinz Karl unproblematisch: „Gestandenen Vertriebsprofis – wie Frank – sollten wir zutrauen, dass sie in der Lage sind, ihren Arbeitstag zu organisieren“, so die Meinung des Teamleiters. Die Performance der Kolleg*innen lasse sich aus seiner Sicht nicht an ihrer Präsenz in der Firma beziehungsweise am Arbeitsplatz messen, sondern an den erzielten Ergebnissen. „Der bekannte Ausspruch ‚Vertrauen ist gut, aber Kontrolle ist besser‘ trägt uns nicht in die Zukunft“, meint Heinz Karl und hat diesen für seinen Verantwortungsbereich kreativ durch „Vertrauen ist gut, aber gutes Coaching ist besser!“ ersetzt.

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