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Drei duale BWI-Student*innen – Ein erfolgreiches Projekt für die Bundeswehr
 

Redaktion BWI

Unternehmen, Karriere

Sie bekamen die Chance, die App auch direkt live zu erproben. In einem Interview mit dem Karrierenetzwerk e-fellows erzählen sie von ihren Erfahrungen.  

Wie ist die Idee für die App entstanden?

Max: Ich musste im Studium eine Hausarbeit zum Thema Innovationsmanagement schreiben und habe dafür mit meiner Chefin gebrainstormt: Welche Innovationen sind in der Gesundheitsversorgung der Bundeswehr denkbar? Zur gleichen Zeit gab es eine Kampagne von BWI innoX, einer Innovationseinheit von der BWI – dort haben wir unsere Idee für eine Fitness-App eingereicht. Von 180 eingereichten Ideen wurden zehn ausgewählt, um sie der Geschäftsführung vorzustellen, und meine war dabei. Die Idee wurde anschließend gemeinsam mit BWI innoX aufgearbeitet, bevor ich selbst die Idee vor der Geschäftsführung pitchen durfte.

 

Und was führte dazu, dass die App auch tatsächlich umgesetzt wurde?

Max: Direkt nach dem Pitch hat die Geschäftsführung fünf Ideen ausgewählt, die als Experiment umgesetzt werden sollten – und unsere Idee war wieder dabei! Ein Experiment bei der BWI bedeutet: Eine Idee wird methodisch angelegt, agil weiterentwickelt und möglichst praxisnah getestet. Am Ende steht ein Prototyp und die Entscheidung, ob die Idee für eine Übernahme ins BWI-Portfolio weiter ausgearbeitet wird.

Ein Projektleiter der Innovationseinheit BWI innoX hat unser App-Experiment begleitet und uns dabei von Anfang an unterstützt. Außerdem sind Nele und Timon mit ins Projekt eingestiegen, weil wir für die Umsetzung noch Unterstützung brauchten. Am Ende der Experiment-Phase hatten wir einen Design-Prototypen, also eine klickbare Oberfläche. Das Ergebnis war so gut, dass wir unser Projekt auch über den vorgesehenen Zeitraum hinaus weiterentwickeln durften.

 

Welchen Mehrwert bringt deine Idee der Bundeswehr?

Max: Die App-Idee zielte auf die Fitness und Gesundheit von Soldaten ab. Für das Experiment war der erste Anwendungsfall der Basis-Fitnesstest der Bundeswehr. Den müssen alle Soldaten einmal im Jahr absolvieren, um ihre Fitness nachzuweisen. Derzeit wird dieser Test noch komplett auf Papier durchgeführt: Die Ergebnisse der Soldaten werden auf Listen eingetragen, die vorher ausgedruckt werden müssen. Anschließend muss derjenige, der den Test abnimmt die handgeschriebenen Ergebnisse wieder am Computer abtippen und weiterleiten.

Mit der App sollen diese papierbasierten Prozesse komplett abgeschafft und digitalisiert werden. Damit spart man Zeit, Papier und unterstützt den Zugführer, der den Test abnimmt. Denn die App legt auch die Vorschriften dar, nach denen der Test durchgeführt werden muss, und rechnet automatisch Punktzahlen aus.

 

Wie konntet ihr sicherstellen, dass die Anforderungen der Bundeswehr in vollem Umfang berücksichtigt werden?

Nele: Der regelmäßige Kontakt zum Hauptmann der Bundeswehr war dabei natürlich sehr wichtig – er hat auch an Workshops teilgenommen und uns erklärt, wie der Basis-Fitnesstest funktioniert und worauf es bei der digitalen Lösung ankommt.

Zusätzlich haben wir mit unserer App einen Praxistest durchgeführt: Wir waren an der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf bei Münster. Dort haben zwei Soldatengruppen den Fitnesstest absolviert – die eine Gruppe auf herkömmliche Art und Weise, die zweite mit unserer App. Es hat echt Spaß gemacht, den Prototyp mit potenziellen Nutzerinnen und Nutzern zu testen und ihre Reaktionen auf unsere App live mitzubekommen. Das Feedback war sehr positiv und kleinere Änderungsvorschläge haben wir im weiteren Projektverlauf direkt umgesetzt.

 

Was hat euch am Projekt am meisten Spaß gemacht?

Max: Eigene Ideen einzubringen, weiterzuverfolgen und sie jetzt sogar aktiv in der Umsetzung zu sehen. Super war auch der Besuch der Sportschule, wo wir die App das erste Mal live getestet haben. Das ganze Team war begeistert, dass die langen Überlegungen, Arbeiten an der Umsetzung und Tests schlussendlich im Livebetrieb funktioniert haben!

Nele: Die Zusammenarbeit im Team hat super geklappt und Spaß gemacht. Der Austausch mit den Soldatinnen und Soldaten, die unsere Idee am Ende anwenden, war toll. Mein persönliches Highlight war der Besuch der Sportschule.

Timon: Ich fand es super, dass mir für die Entwicklung viele Freiheiten gelassen wurden. Ich konnte mich einbringen und mitbestimmen, wie der Prototyp aussieht und konnte eine App entwickeln, hinter der ich zu hundert Prozent stehe. Ich habe also nicht nur nach Vorlage programmiert, sondern eigenständig entwickelt.

 

Sie möchten mehr über die Entwicklung und Herausforderungen bei der Entstehung der Fitness-App erfahren? Das vollständige Interview mit Max Gorski, Nele Breiholt und Timon Linke können Sie hier bei dem Karrierenetzwerk e-fellows nachlesen.

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