Dr. Maria del Carmen Martinez-Hinderberger: „Immer Bewegung in unserem Job“

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Redaktion BWI

Karriere

Dr. Maria del Carmen Martinez-Hinderberger sagt: „Ich habe viele Ideen: Von der Vernetzung von Fahrzeugen über den Einsatz von Robotik und künstlicher Intelligenz bis hin zu Kooperationen mit Universitäten“. Die gebürtige Argentinierin arbeitet bei der BWI als Director Mobile Communication Services. Kurz gesagt: Sie ist dafür verantwortlich, dass Angehörige der Bundeswehr sowie BWI-Mitarbeiter die passenden Mobilfunkvertrag, Tarife, mobilen Endgeräte, Zubehör, etc. zur Hand haben. „Wir kümmern uns um den kompletten Lifecycle des Mobilfunkbereichs der Bundeswehr und BWI. Aktuell verwalten wir rund 68.000 Mobilfunkverträge der BWI und Bundeswehr“, erklärt Martinez-Hinderberger.

Am Anfang steht der Kunde

Die Arbeit der Argentinierin und ihres Teams beginnt aber weit früher. Am Anfang steht der Bedarf des Kunden „Wir besprechen mit unseren Ansprechpartnern bei der Bundeswehr und BWI, was sie benötigen, was sie mit Devices vorhaben und in welchen Ländern sie eingesetzt werden? Außerdem klären wir, auf welcher Sicherheitsstufe wir uns bewegen“, erklärt Martinez-Hinderberger. Zu ihren Aufgaben gehört auch die Ausschreibung und Vergabe von Mobilfunkleistungen. Das muss vergabekonform passieren, auch wenn es schnell gehen muss.

 

Außerdem erstellt der Bereich von Maria del Carmen Martinez-Hinderberger im laufenden Betrieb Reportings, Rechnungsprüfungen, veranlasst Reparaturen und sorgt am Ende des Lebenszyklus dafür, dass Geräte richtig beziehungsweise sicher entsorgt werden. Ihr Team ist zudem verantwortlich für die Mobilfunknetz-Versorgung in den Liegenschaften der Bundeswehr – und ist bei Kundenanfragen Ansprechpartner im Second Level Support. „Gleichzeitig schauen wir immer auf den Markt: Welche neuen Geräte, Zubehöre und Technologien wie 5G, IoT oder KI gibt es? Welche könnten der Bundeswehr und BWI nutzen? Wie könnten sinnvolle Use Cases aussehen? Und wir versuchen bei allem ständig, unsere eigenen Services wie die Automatisierung und System-Konsolidierung zu verbessern. Es ist also immer Bewegung in unserem Job“, erzählt die promovierte Naturwissenschaftlerin.

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Von Argentinien nach Deutschland

„Ich liebe meine Aufgaben für die Bundeswehr – die Arbeitsatmosphäre ist gut und ich kann was bewegen“, lacht Martinez-Hinderberger. „Vor allem aber, und deshalb bin ich überhaupt erst bei der BWI eingestiegen, kann ich mit meinem Beruf Deutschland etwas zurückgeben und meine Dankbarkeit zeigen.“

Dr. Maria del Carmen Martinez-Hinderberger wuchs in Patagonien an der Südspitze Argentiniens auf. Als einzige ihrer Familie studierte sie, unter anderem Geoinformationssysteme. 1996 kam sie über ein Stipendium der Deutschen Akademische Austauschdienst e. V. (DAAD) für acht Monate nach Deutschland und arbeitete als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Ruhr-Universität Bochum. „Ich war begeistert von der technischen Ausstattung der Universität“, schwärmt Dr. Martinez-Hinderberger noch heute. „Zwar meckerten viele meiner Kollegen über die hässlichen Gebäude, aber in meiner Universität in Argentinien regnete es damals durch die Decke. Wir hatten Eimer auf den Tischen stehen, die das Wasser auffingen – nur um mal den Kontrast zu veranschaulichen. Ich hatte das Gefühl, Deutschland bietet mir die Möglichkeit, alles zu erforschen, was wichtig ist.“

Gute Arbeitsatmosphäre und ein vielfältiges Team

Nach ihrem Stipendium verließ sie Deutschland wieder und arbeitete als Dozentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universidad de la Patagonia in Argentinien. Sie hielt den Kontakt zu ihrem Bochumer Professor. Zwei Jahre später kehrte sie ins Ruhrgebiet zurück, promovierte – und blieb. Eine wissenschaftliche Karriere kam langfristig aber nicht für sie in Frage: „Das fand mein Prof zwar sehr schade, aber mir war es zu unsicher, zu habilitieren und auf eine Lehrstelle zu warten. Also wechselte ich in die Industrie“, sagt Martinez-Hinderberger.

 

Zunächst war sie Business Analyst bei Vodafone und IT-Koordinatorin bei T-Mobile und T-System International. Später arbeitete sie als Berater Customer Experience bei Kaspersky und war vor allem im Ausland unterwegs. „Irgendwann wollte ich wieder zurück nach Deutschland, mehr Zeit haben für meine Familie, Freunde, Tiere und meine zwei großen Leidenschaften: Tango und Singen.“

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„Ich entschied mich 2017 für die BWI. Schon wenige Tage nach meiner Bewerbung war das Vorstellungsgespräch“, erzählt Martinez-Hinderberger. Schon während des Gesprächs habe sie sich wohlgefühlt. Die Arbeitsatmosphäre und ein Team voller unterschiedlicher Menschen machen ihr noch heute Spaß. „Hier kann ich meine Erfahrungen aus den vorangegangenen Stellen perfekt einsetzen: Ich bin immer noch im Mobilfunk-Sektor unterwegs, profitiere aber auch von meiner Auslandserfahrung.“ In fremden Kulturen musste sie sich intensiv in die Betrachtungsweisen und Mentalität Ihrer Kunden und Mitarbeiter einarbeiten. Das tut sie nun auch: „Erst wenn ich genau weiß, was meine Kunden brauchen, wie sie denken, wie sie arbeiten und welche Anforderungen sie stellen, kann ich ihnen das perfekte Angebot unterbreiten.“ Maria del Carmen Martinez-Hinderberger begann zunächst als Senior Service Manager, stieg aber schon 2018 zur Führungskraft auf. „Ich hatte so viele Ideen und die BWI hat mir die Möglichkeit gegeben, vieles neu zu gestalten.“ Die Ideen gehen ihr sicher nie aus – und sie arbeitet mit Hochdruck daran, die besten davon umzusetzen.

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