Digital Minds #3/3:
Julian Klein:
Der Kommunikator

© Franz Grünewald
Redaktion BWI

Karriere

IT-Know-how, ein ausgeprägtes Empathievermögen und eine kommunikative Art haben Julian Klein eine rasante Karriere bei der BWI beschert. Der 33-Jährige führt als Director IT im Bereich Product Management und Engineering mittlerweile 200 Mitarbeiter*innen – und hat sichtlich Freude daran: „Ich liebe meine Arbeit bei der BWI, und ich schätze die Zusammenarbeit mit dem Team.“ Sein Arbeitsalltag besteht aus vielen Meetings, Telefonaten und Gesprächen mit Kolleg*innen. Der persönliche Austausch ist für Klein sehr wichtig. Obwohl Kommunikation einen großen Teil seines Jobs ausmacht, ist der Zwei-Meter-Mann ein eher introvertierter Mensch. Deswegen sucht er sich in der Freizeit bewusst einen Ruhepol und zieht sich nach der Arbeit in sein „Lab“ zurück: Auf seinem Schreibtisch daheim stehen drei große Monitore, drei Tastaturen und mindestens ein halbes Dutzend Singleboard-Computer – der IT-Liebhaber ist voll ausgestattet.

„IT ermöglicht Kommunikation, und Kommunikation verbindet Menschen.“
 

Julian KleinDirector IT, BWI GmbH
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Im Büro, zu Hause, auf Reisen: Die IT ist immer dabei

Klein ist normalerweise viel auf Dienstreisen quer durch Deutschland unterwegs: sei es an verschiedenen BWI-Standorten oder bei Kunden. Solche Termine geben ihm die Möglichkeit, direkt mit allen Beteiligten zu sprechen, ihre Anregungen aufzunehmen sowie zukünftige Chancen und Herausforderungen zu identifizieren. Neben seinem normalen Reisegepäck hat er auch einiges an technischen Geräten dabei – von Handy und Notebook über Tablet und Fire TV Stick bis hin zu Playstation 4 und LTE-Router. Damit verwandelt er jedes Hotelzimmer in einen Ort zum Arbeiten, Programmieren, Spielen und Tüfteln. Er sei ein Spielkind geblieben, sagt Klein, den IT seit seiner Jugend begeistert und geprägt hat. Dabei bezieht er sich weniger auf die Playstation als auf seine Leidenschaft, an Kleinstrechnern wie dem Raspberry Pi herumzubasteln. Hier bieten sich große Möglichkeiten auf kleinem Raum: „Man muss sich auf das Wesentliche konzentrieren, da ist kein Platz für überflüssigen Code.“

Der Anwender steht im Fokus

Bei seinen selbstentwickelten Software-Lösungen kommt es Klein vor allem darauf an, dass sie wirklich etwas nützen. Er will den Menschen das Leben erleichtern. Damit das gelingt, diskutiert er seine Ideen mit Gleichgesinnten. „Vom Wissen vieler profitieren am Ende alle und das trägt zur besten Lösung bei“, erklärt der IT-Fachmann. Dasselbe gilt für seinen Beruf. Allerdings sind dort die Ansprüche an ein Programm höher: „Die Komplexität, Größe und Sensibilität der Aufgaben bei der BWI verlangen nach absoluter Perfektion, sobald es an den Kunden übergeben wird.“ Kommunikation ist dabei die Grundlage dafür, dass alle Anforderungen des Kunden erfolgreich umgesetzt werden. Im Live-Betrieb, zum Beispiel bei der Bundeswehr, könne man einen Schalter schließlich nicht einfach probeweise umlegen. „Das ist daheim natürlich einfacher“, sagt Klein. Oft seien viele Versuche nötig, bis die Anwendung stehe. Trotzdem muss das, was er privat programmiert, am Ende einwandfrei funktionieren. „Manche Anwendung von mir läuft schon fünf, sechs Jahre lang und wird wegen des verbreiteten Einsatzes immer noch gepflegt – so etwas freut mich natürlich sehr“, berichtet der Tüftler.

 

„Vom Wissen vieler profitieren am Ende alle und das trägt zur besten Lösung bei.“

Julian Klein, Director IT bei der BWI
Der Director IT in einer Besprechung © Franz Grünewald© Franz Grünewald
Julian Klein im Gespräch mit einer Kollegin © Franz Grünewald© Franz Grünewald

Ein Chef, der zuhört

Als Führungskraft hat Klein im Job weniger mit der technischen Lösungsentwicklung zu tun. Er tauscht sich jedoch intensiv mit seinen Kolleg*innen darüber aus, behält den Überblick. In seinen zahlreichen Gesprächen erfährt er, was möglich ist, was anderen Kolleg*innen weiterhelfen könnte, was gebraucht wird. Mit den Grundlagen der Technologie kennt er sich aus, akzeptiert aber auch, dass andere es besser wissen. Deshalb hört er vor allem zu, hakt ab und zu nach. Dieses Zuhören hilft auch beim Kunden, um herauszufinden, was dieser wirklich braucht. So können Klein und sein Team gemeinsam mit dem Anwender die bestmögliche Lösung entwickeln.

Ein selbstgeschriebenes Programm © Franz Grünewald© Franz Grünewald
Der Director IT an seinem Arbeitsplatz © Franz Grünewald© Franz Grünewald

Lösungen für jedermann

Privat tobt sich der Manager technisch frei aus. Sein Software-Portfolio ist vielseitig: Für die Kfz-Werkstatt eines Freundes hat er beispielsweise eine vollautomatisierte Backup-Lösung des Kassensystems programmiert. Außerdem hat Klein schon Lösungen für Vereine und wohltätige Einrichtungen designt, die deren Arbeit erleichtern. Seine Projekte entwickelt und pflegt er in seinem GitHub Repository, seinem Verzeichnis und Speicherplatz auf der GitHub-Plattform. Neben Vereinen und öffentlichen Einrichtungen stellt der Hobby-Programmierer diese auch der Online-Community zur Verfügung.

Dabei bevorzugt er „Container-Lösungen“ wie Docker. Das Zusammenspiel verschiedener Services ist durch sie weniger komplex und leichter zu handhaben. Die fertigen Container, Compose-Dateien genannt, können Anwender*innen in wenigen Minuten auf ihre jeweiligen Bedürfnisse anpassen und sofort nutzen. Das erspart komplizierte Installationsanleitungen und macht die Nutzer*innen unabhängig von Softwarepaketen. Solche Anwendungen, bei denen auch Menschen ohne Technikkenntnisse einfach zum Ziel gelangen, machen Klein besonders stolz. Sei es in der Freizeit oder im Beruf.

 

„Im Internet schärfe ich meine Gedanken. Manchmal realisiere ich eine Lösung, für die es eigentlich noch kein Problem gibt.“

Julian Klein, Director IT bei der BWI


Die "Digital Minds"-Serie im Blog der BWI

 

Julian Klein wurde bereits im Rahmen einer Sonderkampagne in der FAZ porträtiert: hier lesen.

 

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