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Arbeiten bei der BWI: Dr. Claire Zerwas erzählt von ihrem ersten Jahr im IT Service Management

Redaktion BWI

Karriere

Im Interview erzählt sie, wie sie das erste Jahr – hauptsächlich aus dem Homeoffice – bei der BWI erlebt hat.

Claire, nach der Erlangung des Doktortitels und mitten in der ersten Welle der Pandemie hieß es für dich „Von der Forschung in die IT”: Bist du mittlerweile im Team angekommen?

Ja, ich fühle mich vollständig an Bord. Bei deiner Frage musste ich schmunzeln, denn im Interview im Juni 2020 sprachen wir über die Illustration, die meine neuen Kolleg*innen mir zum Einstieg schenkten. Jetzt bin ich sozusagen Teil der Schiffsmannschaft. 

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Was macht das Team des Operative Portfolio Management Supports denn konkret? Wie würdest du deine Arbeit beschreiben?

Wir beraten und unterstützen die Bundeswehr hinsichtlich des ganzheitlichen IT-Managements und der zukunftsorientierten Gestaltung von IT-Services. Dazu zählen projektspezifische Servicezuschnitte für neue IT-Projekte und die Bewertung von IT- Serviceabhängigkeiten, aber auch die Projektbegleitung und -unterstützung in der anforderungskonformen IT-Serviceentwicklung sowie die Weiterentwicklung damit verbundener Prozesse.

 

Sind seitdem weitere neue Kolleg*innen ins Team gekommen? Wie lief deren Onboarding ab?

Unser Team wurde auch in den vergangenen Monaten durch weitere Kolleg*innen verstärkt. Das Kennenlernen fand wie schon bei mir virtuell statt. Online-Termine, Videokonferenzen und die Kommunikation im Intranet ersetzen den direkten persönlichen Kontakt, da der Schutz der Mitarbeiter*innen in der Pandemie Vorrang hat. Die BWI hat frühzeitig die Mitarbeiter*innen ins Homeoffice geschickt. Die Maßnahmen zum Gesundheitsschutz bei der BWI waren und sind aus meiner Sicht sehr vorbildlich. 

 

Gab es in der Zwischenzeit auch Phasen, in denen persönlicher Kontakt möglich war?

Im Sommer 2020 konnte ich stärkere Präsenz beim Kunden vor Ort zeigen und somit auch Beziehungen zu meinen Kolleg*innen aufbauen – natürlich unter Einhaltung der Hygienevorgaben. Von diesen persönlichen Beziehungen und dem aufgebauten Vertrauen profitiere ich in der aktuellen Homeoffice-Situation auf jeden Fall. Das erleichtert einfach die Kommunikation und Arbeit – und macht auch mehr Spaß. 

Digitalisierungsschub für die Bundeswehr

Corona stellt sicherlich auch die Bundeswehr mit ihren rund 264.000 Beschäftigten vor große Herausforderungen. Wie haben du und dein Team diese Aufgaben in der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit dem BAAINBw bewältigt?

Für vieles, was bisher in Präsenzform stattgefunden hat, wurden kurzfristig Alternativen gefunden. Die Bundeswehr musste unter hohem Zeitdruck die Möglichkeiten des mobilen Arbeitens und der kollaborativen digitalen Zusammenarbeit für ihre Beschäftigten ausweiten. Als Digitalisierungspartner haben wir die Bundeswehr in dieser Ausnahmesituation unterstützt und schnell reagiert. Dieses Tempo gilt es nun beizubehalten.

 

Beim Blick auf die zahlreichen Digitalisierungsprojekte sieht es so aus, als ob BWI und Bundeswehr dieses Digitalisierungstempo aufrechterhalten können. Das setzt umfangreiches und aktuelles IT-Know-how sowie eine gute Teamarbeit voraus. Hast du an Weiterbildungen teilgenommen, um bei der rasanten technologischen Entwicklung am Ball zu bleiben?

In der IT ist eine kontinuierliche Weiterentwicklung die Basis. So konnte ich letztes Jahr zwei Fortbildungsangebote wahrnehmen: ITIL und TOGAF – Beides spannende und für mich relevante Themen. Die Information Technology Infrastructure Library ITIL ist ein wichtiger Standard im IT-Service-Management. The Open Group Architecture Framework TOGAF befasst sich mit den Themen Entwurf, Planung, Implementierung und Wartung von Unternehmensarchitekturen. Wie die Unternehmensarchitektur der BWI aufgebaut ist und wie Geschäftsprozesse gemanagt werden, lerne ich dieses Jahr in einer internen Weiterbildung.

Persönlicher Austausch dank Daily Stand-Up und virtuellem Kanban-Board

Stichwort: Gute Teamarbeit. Was ist aus deiner Sicht für eine erfolgreiche Zusammenarbeit während der Pandemie besonders wichtig und wie funktioniert es in deinem Team?

Ich denke, es ist wichtig den persönlichen Austausch zu stärken und sich gemeinsam im Team zu Tätigkeiten und anstehenden To-dos abzustimmen. In unserem Team pflegen wir diesen Austausch unter anderem in einem Daily Stand-up und berichten anhand eines virtuellen Kanban-Boards über unsere aktuellen Tätigkeiten – so bleiben wir im ständigen Austausch. Manchmal lohnt es sich auch mit neuen Austauschformaten zu experimentieren: Seit Kurzem beginnen wir unser wöchentliches Teammeeting beispielsweise damit, dass jedes Teammitglied eine kurze Reflexion der letzten Woche vornimmt – einschließlich persönlicher und fachlicher Themen. Das Gespräch an der Kaffeemaschine ersetzen wir zudem durch gelegentliche virtuelle Kaffeerunden. Das stärkt die Kommunikation, fördert den Zusammenhalt und schafft eine angenehme Arbeitsatmosphäre, in der sich auch neue Kolleg*innen auf Anhieb wohlfühlen können. 

 

Zum Abschluss unseres Interviews: Was ist deine persönliche Bilanz zum ersten Jahr beim neuen Arbeitgeber und zur Arbeit aus dem Homeoffice?

Nach etwa einem Jahr muss ich sagen, ich hatte trotz Corona einen gelungenen Start. Ich bin wirklich sehr offen und freundlich in der BWI empfangen worden. Ich habe einen Arbeitgeber gefunden, bei dem ich meine Fähigkeiten einbringen kann, der mir sinnvolle und spannende Aufgaben und sehr gute Rahmenbedingungen bietet. Mit der Homeoffice-Situation komme ich insgesamt gut zurecht, ich freue mich aber auch zukünftig wieder auf regelmäßigen persönlichen Kontakt mit dem Kunden, meinen Teamkolleg*innen und weiteren Kolleg*innen der BWI.

 

Vielen Dank für deine Zeit und die spannenden Einblicke in deine Arbeit.

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