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ein unterwasserbild auf dem in Vordergrund das Tier Kalmar als Grafik eingearbeitet ist© AdobeStock/divedog / Bildbearbeitung: BWI GmbH
„Kalmar“

Me(e)hr sehen unter Wasser

3 min
22. Juni 2023

Die militärische Aufklärung unter Wasser ist aufgrund der physikalischen Gegebenheiten derzeit noch aufwändig und langwierig. Das könnte sich bald ändern: Im Innovationsexperiment “Kalmar” testet die BWI aktuell eine künstliche Intelligenz zur echtzeitnahen Unterwasserlage.

Der Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) für die militärische Aufklärung ist fast schon ein Standard, insbesondere bei der Zielerfassung. Was zu Land oder in der Luft eine inzwischen recht gängige Praxis ist, gestaltet sich unter Wasser allerdings deutlich schwieriger. Zum einen machen physikalische Gegebenheiten ein anderes Vorgehen bei der Datensammlung erforderlich. Auf der anderen Seite gibt es technische Einschränkungen, die eine zeitnahe Datenauswertung erschweren: Üblicherweise suchen autonome Unterwasservehikel (AUV) über mehrere Stunden automatisiert vorher festgelegte Planbereiche ab. Bei ihren Aufklärungsfahrten bleiben sie für den gesamten Zeitraum unter Wasser und kommunizieren nicht mit der Operationszentrale. Aus diesem Grund werden die erfassten Daten auch erst nach dem Auftauchen ausgelesen und durch einen Operateur aufwändig manuell gesichtet. Der gesamte Prozess nimmt viele Stunden in Anspruch.

Echtzeitnahe Lageerfassung unter Wasser

„Kalmar“ könnte diesen Prozess deutlich beschleunigen und Sichtungen unter Wasser nahezu in Echtzeit vornehmen und weitergeben. Die BWI Innovationseinheit innoX erprobt derzeit gemeinsam mit dem Marinekommando in einem gleichnamigen Experiment die neue IT-Lösung. Hierbei werden AUV der Bundeswehr mit einem Edge Device und einer darauf installierten, speziell trainierten KI ausgestattet. Diese ist in der Lage, aus der Auswertung von Sonardaten zuvor angelernte Objekte unter Wasser automatisiert und unmittelbar zu erkennen. Bei der Sichtung eines vorab definierten Objektes – beispielsweise einer Mine – bringt die KI das AUV unmittelbar zum Auftauchen. Diese sendet dann die Daten zur Einbindung in das Lagebild direkt an den Operateur weiter. Anschließend kann das Vehikel seine Suche im Planbereich fortsetzen oder neue Befehle durch den Operateur erhalten.

Lückenschluss in der militärischen Aufklärung

Durch Einsatz der Kalmar-Lösung wird der Operateur in die Lage versetzt, die manuelle Sichtung schneller und besser vorzunehmen. Mit dieser beschleunigten Auswertung könnte eine Lücke in der militärischen Aufklärung geschlossen werden. Die ersten Tests im Rahmen des Innovationsexperiments haben gezeigt, dass die Technologie bei den unterschiedlichsten Szenarien zum Einsatz kommen könnte, wie etwa bei der Minendetektion, der Eigensicherung von Hafenanlagen oder für die Informationslage zur Einsatzvorbereitung.

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