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Frank Rotermund: „In der Softwareentwicklung der BWI wird agiles Arbeiten richtig gelebt.“© BWI GmbH / privat
Interview mit Frank Rotermund

„In der Softwareentwicklung der BWI wird agiles Arbeiten richtig gelebt.“

5 min
19. Januar 2023

Arbeiten & Leben

Kurze Arbeitszyklen und regelmäßiges Feedback vom Kunden. Das gibt es bei den Softwareentwickler*innen der BWI. Frank Rotermund ist einer von ihnen und weiß: agile Methoden sind ein guter Weg, um effizient zu arbeiten. Wie das konkret aussieht, erklärt er am Beispiel des BwMessenger.

Welche Aufgaben hat Frank Rotermund bei der BWI?

Frank Rotermund ist Softwareentwickler bei der BWI. Die meiste Zeit verbringt er damit, das Projekt BwMessenger mit Schwerpunkt auf dem Betriebssystem iOS voranzutreiben. Dazu gehört nicht nur Coding, sondern auch die Planung und Kommunikation mit dem Kunden. Er gehört zur Abteilung Softwareentwicklung. Hier ist er Teil eines Teams, das sich dafür einsetzt, allgemein die Softwareentwicklung in der BWI weiterzuentwickeln. Wie dieser Stein überhaupt ins Rollen kam, ist Thema im Karriere-Portrait von Rolf Hager.

Für den BwMessenger, der sicheren Messaging-Lösung für die Bundeswehr, stehen jeden Monat Updates auf dem Plan. „Das bedeutet für uns monatliche Sprints, welche wir mittels unserer agilen Arbeitmethoden systematisch abarbeiten“, sagt Frank. „In unserem Projektteam wird agiles Arbeiten nämlich nicht nur gemeint, sondern wirklich gelebt.“ Die Aufgaben werden im Scrum-Verfahren im Vorfeld besprochen und verteilt – und dann umgesetzt.

Um den Messenger zu optimieren, orientieren sich die Kolleg*innen am Kundenfeedback. „Wir haben dadurch viel direkten Kontakt zu den Nutzer*innen der App. Ihr Feedback ist Grundlage für jedes neue Release.“ Dadurch hat sich der BwMessenger, obwohl noch ein junges Projekt, inzwischen um einige Features weiterentwickelt, die weit über die ursprüngliche Open-Source-Variante hinausgehen.

Was macht die Arbeit als Softwareentwickler bei der BWI besonders?

Bei der BWI ist Frank erst seit Anfang 2021. Vorher hat er 14 Jahre lang in einem kleinen Unternehmen Karten- und Navigationssoftware entwickelt und letztlich auch eine kleine Abteilung für mobile Apps aufgebaut. Hier kam er auch das erste Mal mit dem iOS-Betriebssystem in Berührung. Schließlich führte ihn ein persönlicher Kontakt zur BWI: „Ein ehemaliger Kollege von mir hatte ein Jahr zuvor bei der BWI angefangen und erzählte mir von diesem neuen Projekt …“, erzählt Frank. Es handelte sich um den BwMessenger. „Ich war sofort interessiert. Zum einen fand ich die Arbeit mit Open-Source-Software spannend, zum anderen aber auch die Aufgabe, einen sicheren Messenger zu entwickeln.“ Bei der BWI und seinem neuen Team habe er sich von Anfang an gut aufgehoben gefühlt.

Neu war für ihn das agile Arbeiten in seiner Abteilung. „Die Kolleg*innen meiner Abteilung waren mit der Arbeitsweise bereits so vertraut, wodurch die Einarbeitung in die neuen Strukturen problemlos funktionierte.“, sagt Frank. So wurden die Vorteile der Arbeitsmethode direkt klar: „Häufig entwickelt man über Monate oder Jahre eine Software, stellt sie dann dem Kunden vor und der ist überhaupt nicht überzeugt“, erklärt er. „Wir hingegen machen kleinere Arbeitsschritte, sind als Entwickler von Anfang an in die Planung involviert und stehen im engen Austausch mit dem Kunden. So kommen auch keine Anforderungen auf, die technisch nicht realisierbar sind.“

Was sind die spannendsten Herausforderungen im Arbeitsalltag?

Die interessanteste Aufgabe sieht Frank im Umgang mit Open-Source (OSS). „Je mehr wir selbst entwickeln, desto mehr Arbeit machen wir uns. Deshalb sind wir Teil der Open-Source-Community und starten von da aus“, sagt Frank. Auch der BwMessenger wurde nicht im Alleingang von der BWI entwickelt, sondern basiert auf dem „Element“-Messenger. Doch die Anforderungen der OSS-Community und die der BWI-Kunden sind teilweise sehr verschieden, meint Frank. „Die Herausforderung für uns ist, beide Seiten zusammenzuführen. Auf der einen Seite wollen wir die vielen coolen Dinge, die durch die Community hereinkommen, mitnehmen. Auf der anderen Seite möchten wir aber auch ein stabiles, sicheres Produkt bauen, das wir guten Gewissens der Bundeswehr zur Verfügung stellen können.“

Mittlerweile hat sich der allgemeine Umgang mit offenen Quelltexten bei der BWI stark gewandelt: „Ich bin richtig stolz darauf, dass der BwMessenger dazu geführt hat, dass die BWI sich nun mehr im Open-Source-Umfeld bewegt und der Community auch etwas zurückgeben kann“, freut sich Frank. Das IT-Systemhaus spielt nun auch ausgewählte Erweiterungen an die Öffentlichkeit zurück. „So kommt es zu einem wahrhaften Austausch – so wie Open Source auch angedacht ist.“ Gerade bei Sicherheitsthemen punktet sie: Der ständige Austausch mit der Community hilft dabei, Software weiter zu optimieren und führt dazu, sie sicherer und weniger fehleranfällig als proprietäre Anwendungen zu machen. „Wird ein Fehler entdeckt, wird dieser sofort publik gemacht und behoben. Bei Closed Source dauert dieser Prozess viel länger, weil der Fehler zunächst bekannt gegeben werden muss, damit der Vertreiber der Software den Fehler beheben kann.“, erklärt Frank.

Eine weitere Entwicklung des Unternehmens gefällt Frank gut: mehr zivile Projekte. „Ich habe mich anfangs mit dem Gedanken schwergetan, für die Bundeswehr, und damit das Militär, Software zu entwickeln“, sagt er. Doch mittlerweile entstünden auch viele Lösungen, die wie der BundesMessenger Menschen außerhalb der Bundeswehr helfen sowie Software, die wie „Prometheus“ Leben retten können. „Meine Anfangssorgen haben sich mittlerweile erübrigt. Denn eines ist mir klargeworden: die BWI ist nicht die Bundeswehr. Und als Softwareentwickler bei der BWI kann man auch entscheiden, ob man lieber zivile oder militärische Projekte umsetzen möchte.“

„Ich bin sehr stolz darauf, dass der BwMessenger dazu geführt hat, dass die BWI sich nun mehr im Open-Source-Umfeld bewegt und der Community auch etwas zurückgeben kann.“

Frank Rotermund, Softwareentwickler BWI GmbH

Warum hat sich Frank für die Softwareentwicklung entschieden?

Die ersten Grundlagen lernte er im Informatik-Unterricht in der Schule. Weiteres Wissen brachte er sich in Zeiten, in denen Privathaushalte selten Internetzugang hatten, via Fachliteratur bei, was bei seinem späteren Studium von Vorteil war. „Die wichtigste Eigenschaft eines Softwareentwicklers ist, zu wissen, wo man die Informationen findet und diese richtig zu interpretieren und zu verstehen“, sagt er. Letztendlich sei für ihn aber auch die Praxis entscheidend. „Eine neue Programmiersprache zu lernen, ist für einen Entwickler, der Spaß an der Tätigkeit und ein bisschen Erfahrung hat, keine Schwierigkeit. Sobald man weiß, wie der Hase läuft, kann man sich umorientieren – und somit auch mit der Zeit gehen.“

Seinen Job bei der BWI legt Frank seinen Mitmenschen ans Herz, weil …

Frank ist sehr zufrieden mit seinem Job bei der BWI und würde ihn auch weiterempfehlen. Nicht nur die Tätigkeit an sich und die abwechslungsreichen Aufgaben sagen ihm außerordentlich zu, sondern auch das Firmenklima. „Bei der BWI habe ich das Gefühl, dass ich etwas bewirken kann und meine Meinung zählt.“ Das gebe ihm das Gefühl, dass er ein wichtiger Bestandteil des Teams sei. Dadurch habe auch der Einzelne die Möglichkeit, im Unternehmen etwas zu bewegen.

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