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Bild von Teilnehmenden einer Podiumsdiskussion auf einer Bühne vor Zuschauenden© BWI GmbH/ Xandra Herdieckerhoff
Partner-Event von AFCEA Bonn und BWI

Der Weg zur digitalen Einsatzfähigkeit der Bundeswehr

3 min
6. Juni 2024

Streitkräfte müssen dimensionsübergreifend handeln können. Dafür müssen sie robust vernetzt sein und Zugriff auf alle einsatzrelevanten Informationen haben. Zum Austausch über aktuelle IT-Vorhaben und technologische Entwicklungen, mit denen die Einsatzfähigkeit erhöht werden soll, haben AFCEA Bonn e. V. und BWI am 28. Mai Vertreter*innen von Bundeswehr und Industrie nach Köln geladen.

Über 130 Teilnehmende aus Industrie und Bundeswehr sind der Einladung in das KOMED im MediaPark Köln gefolgt. Thema der Konferenz: „Mit Informations- und Führungsüberlegenheit zur Wirkungsüberlegenheit – der digitale Beitrag zur Einsatzfähigkeit der Bundeswehr“. Im Zentrum des Tages standen die wichtigsten Technologien und Vorhaben für die Bundeswehr, um im Digitalen kriegstauglich zu werden. Neu sei das Thema nicht, wie Brigadegeneral Armin Fleischmann, Unterabteilungsleiter Cyber- und Informationstechnik im Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) und Vorsitzender von AFCEA Bonn, in seiner Begrüßung verdeutlichte. Seit dem Krieg im Irak existiere die Fähigkeitsforderung zur vernetzten Operationsführung, also eigene und verbündete Kräfte im Einsatz vernetzen und führen zu können.

„Anders als damals gibt es aber heute die Technologien, die Zusammenwirken, Interoperabilität und Reaktionsfähigkeit der eigenen Kräfte verbessern können“, sagt Fleischmann. Diese Technologien würden andere Möglichkeiten der Aufklärung bieten, mit denen Truppen und unbemannte Systemen vernetzt und mit Entscheidungsunterstützung der eigenen Einheiten Wirkungsüberlegenheit auf dem Gefechtsfeld erreicht werden könnten. Der tägliche Blick in die Medien, vor allem auf die aktuellen Konflikte zeige, wie wichtig Digitalisierung für die Bundeswehr sei. Das Entscheidende sei, dass die Digitalisierung nur gemeinsam mit der Industrie gehe.

Handlungsfelder: Informations- und Führungsüberlegenheit

Um in einem Krieg erfolgreich zu sein, müssen Streitkräfte dimensionsübergreifend wirken und bestehen können. Das heißt, die Bundeswehr muss in der Lage sein, Kräfte und Fähigkeiten kombiniert und zeitgleich in allen militärischen Dimensionen einzusetzen, also auf dem Land, in der Luft, auf See, im Weltraum sowie im Cyber- und Informationsraum. „Heute kann ein Gefechtsfeld über eine Vielzahl an Sensoren in seiner Gesamtheit aufgeklärt werden, wodurch die verschiedenen Teilstreitkräfte auf das gleiche Zielspektrum wirken können“, erklärt Frank Leidenberger, Chief Executive Officer der BWI. Daraus ergebe sich zwangsläufig die Notwendigkeit, die eigenen Einheiten zu koordinieren und zu orchestrieren.

Frank Leidenberger steht hinter dem Redepult und hält seine Keynote. Im Hintergrund sind die Logos der AFCEA und BWI zu sehen. Frank Leidenberger während seiner Eröffnungs-Keynote © BWI GmbH/ Xandra Herdieckerhoff

Für einen solchen kombinierten Einsatz brauchen Streitkräfte intelligente Systeme, die es ermöglichen, die immer größer werdenden Datenmengen auf dem Gefechtsfeld in immer kürzerer Zeit zu erfassen, auszuwerten und alle einsatzrelevanten Informationen daraus in Form von Lagebildern bereitzustellen. Nur so kann militärisches Führungspersonal im Gefecht bestmögliche, datenbasierte Entscheidungen treffen. Zum anderen müssen die eigenen Truppen robust miteinander vernetzt sein und benötigen hochverfügbare, sichere und automatisierte Infrastrukturen in Form von Cloud und Rechenzentren, die die erforderliche Speicher- und Rechenkapazität liefern.

Mehr Geschwindigkeit in der Digitalisierung

Technologien wie Künstliche Intelligenz für den Einsatz schnellstmöglich verfügbar zu machen, sei die Herausforderung, vor der die Bundeswehr zusammen mit ihrem Digitalisierungspartner BWI und der Industrie stehe. „Wir müssen schneller werden und Prozesse vereinfachen. Dafür haben wir in den vergangenen Jahren die Voraussetzungen geschaffen und dabei keinen Stein auf dem anderen gelassen“, sagt Generalmajor Dr. Michael Färber, Abteilungsleiter Planung und Digitalisierung im Kommando Cyber- und Informationsraum in seinem Impulsvortrag. Mit dem Ziel, neue IT-Lösungen – sowohl administrativ, als auch einsatznah – schneller entwickeln zu können, haben das BMVg, das Zentrum Digitalisierung der Bundeswehr und das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr zusammen mit der BWI vor fünf Jahren das Projekt „Digitalisierungsplattform“ initiiert.

Mit dem Vorhaben, das kurz vor seinem Abschluss steht, haben die Partner ein IT-Governance-Modell geschaffen, hunderte projektspezifische Einzellösungen aufgelöst, in neun Clusterprogramme gebündelt und das IT-Beschaffungssystem vereinheitlicht. So werde eine standardisierte Entwicklung von IT-Lösungen ermöglich auch, um Konzepte wie Software Defined Defence schneller umsetzen zu können. Dahinter steht die Idee, Waffensysteme zu vernetzen und mit softwarebasierten Innovationen schneller an die neuen Operationsanforderungen anzupassen.

Der Ausschnitt vom Messestand zeigt einen Bildschrim auf der eine PowerPoint zum kontinulierlichen Aufbau und Bewertung der Führungsfähigkeite geziegt wird. Im Hintergrund ist das BWI Logo zu sehen und das Projekt KOMED. Im Vordergrund stehen zwei Gruppen und diskutieren über die Inhalte. Begleitender Messestand zum Thema „Führungsfähigkeit konkret – Von der Idee bis zur Integration“ © BWI GmbH/ Xandra Herdieckerhoff

Digitalisierung geht nur zusammen

Vertreter*innen von Bundeswehr und BWI gaben auf dem Partner-Event von AFCEA Bonn und BWI in der vergangenen Woche unter anderem Einblicke in aktuelle Projekte und technologische Entwicklungen. Zu den Vortragenden gehörten neben BWI-CEO Frank Leidenberger und Generalmajor Dr. Michael Färber, Oberst i.G. Bernd Stingl, Zentrum Digitalisierung der Bundeswehr, Oberst i. G. Eduard Schnabel, Kommando Heer, und Matthias Görtz, Chief Technology Officer der BWI. Begleitend wurde das Vortragsprogramm durch Paneldiskussionen und eine Ausstellung zu den Themen „Multi-Domain Operations“, dem Innovationsprojekt „KALMAR – Me(e)hr sehen Unterwasser“, „Observe Orient Decide Act (OODA) – Beschleunigung durch Software Defined Defence“ sowie „Führungsfähigkeit konkret – Von der Idee bis zur Integration“.

Es wird von einer leeren Treppe herunter fotografier auf den Stand der BWI, Man sieht wie die Leute um die verschiedenen Bildschirme und Stehtische herumstehen und sich unterhalten. Teilnehmende des Partner-Events von AFCEA Bonn und BWI in Köln © BWI GmbH/ Xandra Herdieckerhoff

„Der regelmäßige Austausch mit Bundeswehr und Industrie zu einsatznahen IT-Lösungen ist wichtig und wir werden ihn fortsetzen – sowohl in den einzelnen Projekten, als auch auf Veranstaltungen wie dieser“, so Leidenberger. Die digitale Transformation der Bundeswehr sei und bleibe eine Gemeinschaftsaufgabe zusammen mit der Industrie. Deshalb bezieht die BWI seit Jahren mit ihrem Partner-Ökosystem ganz bewusst die Expertise anderer Unternehmen ein, um der Bundeswehr bestmögliche Leistungen bereitzustellen.

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